Missglückter Auftakt in Playouts

Der EHC Uzwil verliert das Direktduell zweier Abstiegskandidaten gegen den EHC Seewen mit 1:3 (0:0, 0:2, 1:1). Der Sieg der Gäste war verdient, denn sie waren an diesem Abend klar das bessere Team.

Remo Beerli
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EISHOCKEY. Gegen den direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt wollte das Team von Trainer Roger Bader seine neu gewonnene Stärke in der Offensive ausspielen. Denn die Uzwiler, die in der Vergangenheit chronisch Probleme mit der Chancenauswertung hatten, erzielten in den letzten zwei Spielen nicht weniger als elf Tore. Die Hoffnungen der Fans auf ein weiteres Offensivfeuerwerk ihrer Mannschaft wurde allerdings schwer enttäuscht, denn die Uzwiler brauchten geschlagene 55 Minuten, um durch Cédric Fehlmann zu ihrem ersten und einzigen Torerfolg zu kommen.

Harmlose Uzwiler

Dabei war das Problem für einmal aber nicht die Chancenauswertung. Denn hochkarätige Chancen der Uzwiler konnte man an diesem Abend an einer Hand abzählen. Das hatte laut Trainer Roger Bader aber auch mit dem Gegner zu tun: «Seewen hat defensiv sehr clever gespielt, und so kamen wir nur zu wenigen Möglichkeiten. Dazu spielte ihr Goalie (Mario Mathis) sehr stark.» Die Gäste hatten bereits im Startdrittel ein klares Chancenplus. Sie konnten diese Vorteile im Startdrittel allerdings durch eigenes Unvermögen und einige starke Paraden von Gallmann im Tor der Gastgeber noch nicht ausnutzen.

Ausgleich verpasst

Dafür dauerte es im zweiten Abschnitt nur 45 Sekunden bis zum Führungstreffer durch Robin Bühler für den EHC Seewen. Nur wenige Sekunden später hatten die Uzwiler ihre wohl besten Momente im ganzen Spiel, als sie in Überzahl für viel Torgefahr sorgten. Mathis im Tor der Gäste konnte den Ausgleich aber in Extremis verhindern. «Dort hätte das Spiel kippen können», meinte Bader nach dem Spiel. Stattdessen erhöhte Zurkirchen bei Spielmitte auf 0:2. Auch im Schlussdrittel änderte sich am Charakter des Spiels nicht viel. Uzwil brachte offensiv nur sehr wenig zustande, und der EHC Seewen vergab zahlreiche gute Torchancen, bis Daniel Müller mit dem 0:3 das Spiel entschied. Der Treffer von Fehlmann fünf Minuten vor Schluss fiel zu spät, als dass er dem Spiel noch eine entscheidende Wendung hätte geben können.

Pikes verlieren ebenfalls

Trotz dieser, aus Uzwiler Sicht, sehr ernüchternden Partie, ist aber noch nichts verloren. Weil die Pikes gegen den SC Herisau ebenfalls verloren haben, beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz nun drei Punkte. Das ist in den fünf verbleibenden Spielen noch aufzuholen.

Uzwil – Seewen 1:3 (0:0, 0:2, 1:1) Uzehalle – 289 Zuschauer – Sr. Meier (Keller, Obwegeser). Tore: 21. Büeler 0:1, 29. Zurkirchen (Schnüriger, Müller, Ausschluss Swart) 0:2, 51. Müller 0:3, 56. Fehlmann (Frenzel) 1:3. Strafen: 4mal 2 Min. gegen Uzwil und 3mal 2 Min. gegen Seewen. Uzwil: Gallmann; Klopfer, Hofer; Berweger, Hiltebrand; Sturzenegger, Frenzel; Swart, Koch, Stoob; Fehlmann, Heid, Locher; Puntus, Stüssi, Tius; Elsener, Bucher, Graf. Seewen: Mathis; Gull, Sigg; Holdener, Baggenstos; Schättin, Schnüriger; Kryenbühl; Büeler, Bolfing, Schmidig; Schön, Bolli, Koller; Müller, Suter, Zurkirchen; Nideröst, R. Brücker, S. Brücker. Bemerkungen: Uzwil ohne Bischof (Schulterverletzung) und Sonder (Beinbruch, fällt bis Ende Saison aus). 51. Time-out Uzwil.