Missgeschick: Uzwil kassiert Forfait-Niederlage

UZWIL. Eigentlich hätte der Badmintonclub Uzwil souverän mit 6:2 gegen Argovia gewonnen. Doch wegen einer regelwidrigen Aufstellung wird der Sieg in eine 0:8-Forfait-Niederlage umgewandelt. Immerhin bleibt Uzwil an der Tabellenspitze und hat am Wochenende die Chance, den Wintermeistertitel zu sichern.

Matthias Zindel
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Beim Pausengespräch wusste Thomas Scherrer noch nicht, dass sein Einsatz mit Forfait bestraft würde. (Bild: Matthias Zindel)

Beim Pausengespräch wusste Thomas Scherrer noch nicht, dass sein Einsatz mit Forfait bestraft würde. (Bild: Matthias Zindel)

Wie kann das nur passieren? Das fragen sich alle Beteiligten. Grundsätzlich ist die Regel bekannt, und trotzdem ging sie in der Hitze des Gefechtes schlichtweg vergessen. «Ein ärgerliches Missgeschick», konstatiert am späten Sonntagabend der sichtlich enttäuschte Präsident Jürg Schadegg.

Verhängnisvoller NLB-Spieler

Begonnen hatte alles mit der krankheitsbedingten Absage von Christian Bösiger (Grippe). Uzwil musste zügig handeln, auch wegen der Ausländerbeschränkung. Kurzfristig wurde Thomas Scherrer aus der zweiten Mannschaft (NLB) aufgeboten. Somit spielte er gegen Argovia seinen ersten NLA-Einsatz in dieser Saison. Grundsätzlich alles regelkonform, wenn da nicht die sogenannte Fünf-Runden-Regelung wäre. Diese besagt, dass ein Spieler ligaübergreifend nur fünf Begegnungen in den ersten fünf Runden spielen darf. Da Thomas Scherrer seine ersten fünf Runden bereits in der NLB bestritt, war er für diese fünfte NLA-Meisterschaftsrunde nicht mehr spielberechtigt. Hätte es sich hingegen um die sechste NLA-Meisterschaftsrunde gehandelt, dann wäre alles in Ordnung gewesen – man höre und staune. Zufälligerweise unterlief Basel genau der gleiche Fehler wie Uzwil. Auch diese Mannschaft setzte regelwidrig einen NLB-Spieler ein.

Uzwil dominierte Argovia

Für die beiden Teams kommt es jetzt knüppeldick. Beide werden gemäss Reglement mit einer 0:8-Forfait-Niederlage bestraft. Diese ist für die Uzwiler Spieler besonders ärgerlich. Sportlich wurde Argovia nämlich dominiert. Die Uzwiler zeigten erneut eine souveräne Leistung, trotz einem angeschlagenen Conrad Hückstädt (Hexenschuss) und dem eben abwesenden Stammspieler Christian Bösiger. Andere Leistungsträger sprangen in die Bresche und vermochten zu überzeugen. Das Kollektiv ist gegenwärtig die eindrucksvolle Stärke des BC Uzwil.

Auswirkungen auf Tabelle

Auf die Tabelle wirken sich die beiden Forfait-Niederlagen von Uzwil und Basel erheblich aus. Die Rangliste wird gar massiv verfälscht. Durch die knappen Punktabstände sind nun plötzlich jene Vereine bevorteilt, die Punkte «geschenkt» bekommen. Beispielsweise Argovia mit drei Gratispunkten auf dem Konto. Und fast sicher werden diese im Kampf um die begehrten Playoffplätze mitentscheidend sein. Immerhin verteidigt Uzwil trotz «Niederlage» die Tabellenspitze. Aber nur noch mit einem geringen Ein-Punkt-Vorsprung.