Millionenprojekte genehmigt

An der Jahresversammlung der Sekundarschulgemeinde Affeltrangen hiessen die über 100 anwesenden Stimmberechtigten zwei Baukredite gut. An den Schulhäusern von Tobel und Affeltrangen kann nun angebaut werden.

Simon Dudle
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Tobel. Bei der Schulgemeindeversammlung, die ausnahmsweise in der Turnhalle der Sekundarschule in Tobel abgehalten wurde, waren am Dienstagabend die geplanten Um- sowie Anbauten bei den beiden Oberstufen-Schulhäusern in Tobel und Affeltrangen das Hauptthema.

Pavillon ungeeignet

Diese Projekte mussten aufgegleist werden, damit ab dem Jahr 2013 genügend Platz zur Verfügung steht und die Kleinklassen wieder in die Schulräume integriert werden können.

«Wir wollen kein Geld mehr in den Pavillon investieren, in dem es in diesem Winter teilweise nur 14 Grad warm war», beschrieb Schulpräsident Roger Holenstein die schwierigen Verhältnisse.

Die Stimmberechtigten hatten über zwei Projekte zu befinden, die zusammen 2,85 Mio. Franken kosten. Im Sekundarschulhaus in Affeltrangen werden für 1,23 Mio. Franken die Fensterfront der Aula, die Eingangstüre, der Boden und die WC-Anlage saniert.

Mit dem Anbau einer neuen Aula wird Platz für ein weiteres Schulzimmer sowie einen Gruppen- oder Kleinklassenraum geschaffen.

Anwohner sind dagegen

Im Sekundarschulhaus von Tobel wird ein neuer Schulraum entstehen und die verschiedenen Stockwerke werden dank eines Liftes behindertengerecht und rollstuhlgängig.

Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 1,62 Mio. Franken. Wenn alles nach Plan verläuft, soll im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Diese beiden Vorhaben sorgten für kleinere Diskussionen, fanden aber grossmehrheitlich eine Zustimmung. Das Projekt in Affeltrangen wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen, für jenes in Tobel gab es fünf Voten dagegen. «Das waren die Anwohner der Schule. Wir werden mit ihnen das Gespräch suchen», sagte Holenstein nach der Versammlung. Die übrigen Punkte sorgten für keine Debatten.

In der Jahresrechnung resultierte trotz budgetiertem Verlust ein Gewinn von rund 210 000 Franken. Dieses Geld fliesst zu einem grossen Teil dem Vorfinanzierungskonto zu, dessen Saldo nun 1,25 Mio. Franken beträgt. Die restlichen 1,6 Mio. Franken für die Bauprojekte werden mittels Bankkredit finanziert.

Der Steuerfuss wird bei 43 Prozent belassen. Zudem wurde in Aussicht gestellt, diesen ab dem Jahr 2011 auf 40 Prozent zu senken.

Dies scheint darum möglich, weil dann das neue Beitragsgesetz in Kraft tritt und mit mehr Zuschüssen gerechnet wird.

Schule will Land verkaufen

In einem weiteren Punkt wurde der Sekundarschulbehörde die Kompetenz erteilt, die Bauparzelle an der Hinteren Bahnhofstrasse 8 in Affeltrangen mit einer Fläche von etwa 1300 Quadratmetern zu verkaufen.

Holenstein erläuterte, dass das Land brachliege und von der Schule wegen seiner Lage und Grösse nicht benutzt werden könne. Es hätten sich bereits Interessenten gemeldet. Es sei das Ziel, das Land für etwa 250 000 Franken zu verkaufen.

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