Metzgete

Metzger, die was auf sich halten, sind vom Berufsethos gehalten, im Herbst, an einem Wochenende, zu zeigen, was man so verwende im Rahmen einer Metzgete, zum Beispiel das Geschnetzelte. Natürlich ist das Fleisch vom Schwein. Die Portionen, gar nicht klein,

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Metzger, die was auf sich halten,

sind vom Berufsethos gehalten,

im Herbst, an einem Wochenende,

zu zeigen, was man so verwende

im Rahmen einer Metzgete,

zum Beispiel das Geschnetzelte.

Natürlich ist das Fleisch vom Schwein.

Die Portionen, gar nicht klein,

sind für viele attraktiv.

Der bestialische Diminutiv –

Öhrli, Schnörrli, Schüfeli, Bäggli,

Schwänzli, Rippli, Füessli, Wädli –

erfreut mit seinen vielen Namen

Feinschmeckerherren wie auch -damen.

Feisser Speck und saurer Kohl

tun dem leeren Magen wohl.

Man begreift die Witwe Bolte,

dass auch sie vom Kohle wollte,

«wofür sie besonders schwärmt,

wenn er wieder aufgewärmt».

(Wilhelm Busch)

Man befördert auch den Durst

mit einer Blut- und Leberwurst,

und die, mit Apfelmus ergänzt,

lustig mit Fettaugen glänzt.

Eine Spezialität,

sie tönt beinahe nach Diät,

der Fünflieber gibt den Titel

für spärlich eingesetzte Mittel.

«Fünfliebermetzgete» macht Spass,

dazu ein frisches Bier vom Fass,

was monetär und kulinarisch

schlicht und eifach wunderbar isch.

De Gallestei

Der Flawiler Buchautor und Kolumnist Rolf Bollinger

schreibt jeden Freitag in der Grossauflage Wiler Zeitung.

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