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Melanie Schmid über die letzte WM des Sirnacher Kunstrad-Vierers: «Das wird ein emotionaler Moment für uns alle»

Der Vierer des Radfahrervereins Sirnach strebt am Wochenende den dritten WM-Titel in Folge an. Es wäre bereits das vierte WM-Gold für Flavia Zuber, Céline Burlet sowie Jennifer und Melanie Schmid. Die 26-jährige Melanie Schmid erklärt im Interview, auf was es bei den Wettkämpfen in Brüssel ankommt - und weshalb das Team danach von der internationalen Bühne zurücktritt.
Urs Nobel
Sirnachs Vierer mit Melanie Schmid (am linken Bildrand) will in Belgien ein letztes Mal sein Können zeigen. (Bild: PD)

Sirnachs Vierer mit Melanie Schmid (am linken Bildrand) will in Belgien ein letztes Mal sein Können zeigen. (Bild: PD)

Vor zehn Jahren hatten die vier Mädchen Flavia Zuber, Céline Burlet sowie Melanie und Jennifer Schmid Grosses vor. Sie wollten Weltmeisterinnen werden. Unterdessen ist ihnen das schon dreimal gelungen.

Melanie Schmid, sollten Sie mit ihrem Team an der WM in Belgien 220 Punkte oder mehr erreichen: Haben Sie den Titel dann auf sicher?

Wir wissen natürlich nie ganz genau, wie sich unsere stärksten Konkurrenten schlagen. Mit 220 von 239 möglichen Punkten sind wir aber sicher einmal zufrieden. Wir hätten dann eine gute Kür gefahren und kaum Fehler gemacht. Ob das aber auch heisst, dass wir den WM-Titel gewonnen hätten, wird sich zeigen. Die Chancen wären aber gross.

Diese Saison begann wie die vergangene nicht so gut wie erhofft. Erneut standen nicht alle Teammitglieder zur Verfügung.

Die Verletzungspause war im Mai und Juni. Wir starteten normal zur EM-Qualifikation und entschieden diese auch gegen die stärkste Schweizer Konkurrenz aus Baar. Die EM mussten wir aber verletzungsbedingt absagen. Bis im Sommer konnten wir nicht mehr gemeinsam trainieren. Aufgenommen haben wir die Saison wieder mit dem Weltcup in Hongkong. Wir konnten uns erneut durchsetzen gegen unsere Konkurrentinnen aus der Innerschweiz und qualifizierten uns damit für die WM.

Wie schafft Ihr es, selber viel zu trainieren und gleichzeitig mit Rheineck noch ein weiteres Team zu führen?

Trainieren ist vielleicht etwas hochstehend ausgedrückt. Wir unterstützen die Equipe und unternehmen vieles gemeinsam. Vieles passiert unterdessen per Chat oder mittels Filmen. Jedes Mal ins Rheintal 40 Minuten zu fahren, wäre für uns nicht möglich.

Eschlikon und Sirnach sollen eine neue Sporthalle bekommen. Ärgert es Sie, dass Sie von diesen Möglichkeiten nicht mehr profitieren?

Ich denke da vor allem an unseren Nachwuchs, dem ich gute Trainingsbedingungen wünsche. Unsere Jüngsten machen Freude und verdienen solche Möglichkeiten. Wir hoffen einfach, dass wir als Verein zum Thema Bodenbeschaffenheit ein Wörtchen mitreden können.

Was benötigt ihr Team an der WM in Lüttich: Mehr Kampfgeist oder Souveränität?

Da gehört beides zusammen. Die Mischung wird es ausmachen. Zu viel Kampfgeist ist ebenso nicht ideal, wie wenn man zu locker an die Sache geht. Das Optimum muss immer wieder neu herausgefunden werden.

Besteht die Gefahr, zu locker in den Wettkampf zu steigen, weil alle wissen, dass es der letzte Auftritt auf internationaler Bühne sein wird?

Wir werden uns einen gewissen Druck auferlegen, um eine Topleistung zu erbringen. Aber in Massen. Wie gesagt, dann kann es auch schief laufen. Die Waage muss im Gleichgewicht sein.

Weshalb treten Sie zurück?

Wir wollten immer dann aufhören, solange uns der Sport noch wirklich Freude bereitet. Wir erlebten bei unseren Vorgängerinnen mit, wie deren Lust mit zunehmender Dauer abgenommen hat. Das wollten wir nicht erleben. Wir werden jedoch die Motivation hoch halten, dem Sport treu bleiben und uns dort einbringen, wo man dies wünscht. Ich denke da an die Funktionen als Nachwuchstrainerinnen oder auch an Ämter im Vorstand und dem Vereinsumfeld.

Den letzten Auftritt wird ihr Team im Frühjahr 2019 anlässlich des eigenen Frühlingsturniers am Trickcycling-Masters in Münchwilen haben. Wird das ein ganz besonderer Anlass?

Die Veranstaltung wird im selben Rahmen wie in den vergangenen Jahren ausgetragen. Es soll zu einem Showanlass kommen, bei dem wir allen Anhängern nochmals für ihre immense Unterstützung Danke sagen können.

Werden Tränen fliessen?

Ich gehe davon aus. Denn das wird ein besonders emotionaler Moment für uns alle.

Auch Uzwil an WM dabei

Athleten des Vereins Kunstradfahren Uzwil nehmen ebenfalls an der WM teil. Lukas Burri tritt im Einer an – und im Zweier, in dem er zusammen mit Fabienne Hammerschmidt ins Rennen steigt. (uno)

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