Meisterteams hinter sich gelassen

Anlässlich des internationalen Jubiläumsturniers 50 Jahre CC Dübendorf brillierte das Familienteam Ruch vom CC Uzwil mit einem Podestplatz. 120 Teams kämpften während fünf Tagen um den Sieg.

Urs Nobel
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Alles Ruch, oder was? Das erfolgreiche Familienteam mit Roman, Marco, Romano und Manuel (von links). (Bild: zVg)

Alles Ruch, oder was? Das erfolgreiche Familienteam mit Roman, Marco, Romano und Manuel (von links). (Bild: zVg)

CURLING. Für ein einziges Mal in der ganzen Saison hat es gepasst: Vater Romano Ruch schaffte es, mit seinen beiden Söhnen Roman und Manuel sowie Bruder Marco ein Familienteam zu bilden. «Damit ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung», erzählte ein zufriedener Romano Ruch. Die vier Curlingspieler, in der Regel stets als Skip eines eigenen Teams im Einsatz, ergänzten sich auf teilweise ungewohnten Positionen hervorragend. Sie bestritten in Dübendorf sechs Spiele und gewannen gegen international renommierte Teams deren fünf. Somit resultierte ein feiner dritter Rang. «Unser Ziel war die Finalrunde – die ersten 20 – zu erreichen. Das Schlüsselspiel zum dritten Rang war der Sieg gegen die Mannschaft von Ralph Stöckli nach der Niederlage gegen das Team Eggler, dem einzigen Schweizer Weltmeister», schildert Romano Ruch den Erfolg. Sieger wurde Dübendorf (Müller) vor Schottland (McMillan).

Die Jungen hatten das Sagen

Die Brüder Marco und Romano stellten sich komplett in den Dienst der Mannschaft und amteten als Wischer. Das Sagen hatte Roman, der sich in heiklen Phasen jeweils mit seinem Bruder Manuel absprach. «Marco und ich konnten in besagten heiklen Phasen ausruhen und einfach akzeptieren, was von den Jungen entschieden wurde», schmunzelt Romano Ruch. Die beiden «Alten» im Team konnten es sowieso locker nehmen. «Wir wussten, dass die beiden Jungen unsere Fehler immer wieder ausbügeln würden.»

Bilbao, und dann ist Schluss

Gespielt wurde in Dübendorf auf zehn Rinks. Die Uzwiler bestritten ihre Spiele auf dem Hockeyfeld. Dass die vier Spieler bereits das eigene Frühlingsturnier in Uzwil auf einem Hockeyfeld bestritten, sah Romano Ruch im Nachhinein als Vorteil für das Turnier in Dübendorf. «Wir waren das anders zu bespielende Eis bereits gewöhnt.»

Sportlich ist die Curlingsaison für die Familie Ruch fast abgeschlossen. Romano und Roman Ruch werden sich zwar noch an einem Turnier in Bilbao beteiligen, doch sei dort der sportliche Ehrgeiz nicht so gross.

Für Roman und Manuel, die beiden Skips einer NLA-Mannschaft, hat die Bildung eines Teams für nächste Saison Priorität. Vater Romano sähe es zwar gerne, wenn seine beiden Söhne gemeinsam in einem Team spielen würden. Doch diese Hoffnung wird sich vorderhand kaum erfüllen. Für Roman Ruch wird die nächste Saison eine Saison der Bestätigung und für Manuel eine, in der er ohne schulische Belastung aufzeigen kann, zu was er wirklich fähig ist. Romano und Marco Ruch werden sich im Sommer auf ihr zweites Hobby konzentrieren und in der curlingfreien Zeit die Spiele des FC St. Gallen besuchen. Sie freuen sich auf den kurz bevorstehenden Aufstieg ihrer Lieblingsmannschaft und auf Spiele des FCSG gegen Basel, Luzern oder Zürich.

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