Meisterinnen setzten sich durch

Akro-Turnen im RLZ Wil bot Show und Spektakel gleichermassen. Die erstmals durchgeführte Ostschweizer Meisterschaft wurde von Corinne Mathis und Kerstin Gellert vom cm-art/Wintiakro-Team gewonnen.

Urs Nobel
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Kerstin Gellert (unten) und Corinne Mathis (oben) vermochten auch in Wil zu überzeugen. (Bild: Pascal Thaller)

Kerstin Gellert (unten) und Corinne Mathis (oben) vermochten auch in Wil zu überzeugen. (Bild: Pascal Thaller)

AKRO-TURNEN. Obwohl es sich in Wil «nur» um die Ostschweizer Meisterschaft handelte, war Corinne Mathis aus Wilen bereits beim Einturnen ziemlich nervös. Grund war der Start so praktisch direkt vor ihrer Haustüre. Ein weiterer aber auch, dass sich das Team Mathis/Gellert mit einer einwandfreien Leistung und der nötigen Punktzahl bereits für die nächsten Schweizer Meisterschaften qualifizieren konnte. Das Unterfangen sollte gelingen, die beiden Powerfrauen siegten souverän und erreichten ihr gestecktes Ziel.

Alle Schweizer Wettkämpfe

Die Lehrerin Corinne Mathis, die direkt im Anschluss an die Ostschweizer Meisterschaft mit ihren Schulklassen an der Wega einen Auftritt hatte und abends noch in Zürich «hip-hopte», zeigte sich in erster Linie darüber erfreut und stolz, weil sie und ihre Partnerin Kerstin Gellert aus Zürich im Verlauf des ganzen Jahres sämtliche Akro-Wettkämpfe und -Meisterschaften gewonnen hatte. Ihren Auftritt in Wil beschrieb die Wilenerin folgendermassen: «In unserer Tempo-Übung bauten wir eine neue Dreier-Kombination (Handstand/Kurbett/Salto) ein, welche wir souverän vortrugen. Kurz darauf folgte die Balance-Übung, die wir perfekt auf die Matte «zauberten». Im Hinterkopf hatten wir stets unser persönliches Ziel vor Augen, die Schweizer-Meisterschaftslimite von 43 Punkten zu erreichen. Doch dazu mussten wir auch in der zweiten Kür einen perfekten Auftritt auf die Matte legen. Mit 23.90 Punkten gelang das Unterfangen, was auch unseren Trainer Jörg Stucki zufriedenstellte. Mit 44.35 Punkten haben wir die Limite klar übertroffen.»

Auf dem richtigen Weg

Nebst den Dominatorinnen Mathis/Gellert verliehen dem Anlass die Teilnehmer aus Deutschland eine besondere Note. In einer stimmungsvollen Atmosphäre wurde das Akrobatik-Turnen von den Gästen aus dem nördlichen Nachbarland nahezu zelebriert. Die «Special-Guests» zeigten den Schweizer Konkurrenten eindrücklich auf, dass diese sich zwar auf dem richtigen Weg befinden, der Weg an die Spitze aber noch weit ist. Die Gäste aus Albertshausen turnten nur eine Übung. Diese war aber gespickt mit Höchstschwierigkeiten.

Der Veranstalter freute sich ob den Leistungen aller, insbesondere aber auch darüber, dass er selber drei Einheiten aus den eigenen Reihen stellen durfte. Am erfolgreichsten zeigte sich das Duo Debora Koch und Kyra Schefer (Akro-Team TV Gossau), das den Wettkampf auf dem zweiten Rang beendete.

Einen Achtungserfolg konnte das neu zusammengestellte Gossauer Trio Sabrina Ruckstuhl, Jill Keel, Luana Schefer verbuchen. Es plazierte sich vor den Favoriten aus Winterthur. Ebenfalls einen gelungen Einstand feierten Jérôme Koch und Joya Keel als Dritte vom Akro- Team TV Gossau.

Einen spannenden Wettkampf auf hohem Niveau setzte es zudem im Tumbling ab. Dort konnten sich die Spezialisten aus dem Regionalen Leistungszentrum deutlich durchsetzen. Es siegte Sandro Brändle vor Lars Grämiger (beide TZ Fürstenland) und vor Jérôme Koch (Akro-Team TV Gossau).