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Mehr Unfälle mit Schwerverletzten in der Region Wil

228 Personen kamen im vergangenen Jahr bei Unfällen auf den Strassen in der Region Wil zu Schaden, 32 von ihnen verletzten sich schwer. Die häufigste Unfallursache: das Missachten von Vortritten.
Lara Wüest
Auffallend häufig kam es im vergangenen Jahr gemäss Kantonspolizei auf den Strassen in der Region Wil zu Selbst- und Auffahrunfällen. Bild: PD

Auffallend häufig kam es im vergangenen Jahr gemäss Kantonspolizei auf den Strassen in der Region Wil zu Selbst- und Auffahrunfällen. Bild: PD

Die Kantonspolizei St. Gallen sprach von «einem ausserordentlich schweren Unfall». Vor etwas mehr als einem Jahr, am 8. Januar 2018, kam eine 51-jährige Frau in Jonschwil bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Frau überquerte kurz nach 18 Uhr am Abend die Strasse, als sie von einem Auto frontal erfasst wurde. Der Fahrer, ein Junglenker, hatte die Fussgängerin vermutlich nicht gesehen. Zudem ergab ein Test der Polizei, dass er Alkohol getrunken hatte. Die Frau wurde von der Kühlerhaube über das Dach hinter das Auto geschleudert. Schwer verletzt blieb sie auf der Strasse liegen und verstarb kurz darauf. Der Unfall in Jonschwil ist einer von zwei tödlichen Unfällen in der Region Wil im letzten Jahr. Der zweite ereignete sich in Oberbüren, ein 74-jähriger E-Bike-Fahrer kam dort im August ums Leben. Das zeigt die Verkehrsstatistik der Kantonspolizei St. Gallen.

Zu schnell, abgelenkt oder betrunken

Im vergangenen Jahr starb auf Wils Strassen damit eine Person mehr als im Jahr davor. 2017 verunfallte eine Person, ebenfalls in Jonschwil, tödlich. Ein Blick auf die Unfallstatistik zeigt auch: 2018 gab es mehr Verletzte im Strassenverkehr. 2017 waren es noch 167 Personen, ein Jahr später 228. Auch die Anzahl der Schwerverletzten nahm zu. Sie stieg von 27 auf 32. Über den Grund kann die Kantonspolizei nur mutmassen. Etwas ist in der Region Wil jedoch auffällig: «Im vergangenen Jahr kam es zu vielen Selbst- und Auffahrunfällen», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Eine Unfallursache liegt dabei deutlich an der Spitze: Sehr häufig missachteten die Fahrer Vortritte. Zahlreiche Autolenker waren jedoch auch zu schnell unterwegs, unaufmerksam oder abgelenkt. Und ein beträchtlicher Teil fuhr mit Alkohol im Blut. Schneider findet deutliche Worte: «Die Konzentration der Verkehrsteilnehmenden lässt teilweise zu wünschen übrig oder ist durch den Einfluss von Stoffen wie Alkohol, Drogen oder Medikamente getrübt.» Das treffe jedoch nicht nur auf die Region Wil zu, sondern auf den gesamten Kanton. Das Nichteinhalten der Geschwindigkeiten würde zudem häufige Geschwindigkeitskontrollen nötig machen.

Auffallend viele Auffahrunfälle in Kirchberg

Am meisten Verletzte verzeichnete die Kantonspolizei, wie schon im Jahr davor, in Wil. Dort stieg die Anzahl Unfallopfer von 45 auf 57. Danach folgt Kirchberg mit 41. Überraschend: Das sind deutlich mehr Verletzte als im Jahr 2017. Damals waren es fünf verletzte Personen. Auch dafür ist der Grund nicht eindeutig. Doch: «Es fällt auf, dass sich besonders viele Auffahrunfälle ereigneten, die auf mangelnde Aufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen sind», sagt Schneider.

Am drittmeisten verletzte Personen hat Oberbüren mit 25 zu beklagen. Doch im Vergleich zu 2017 ist das positiv. Damals verletzten sich drei Menschen mehr. Erfreulich ist zudem die Entwicklung bei der Anzahl Verletzten in Jonschwil und Oberuzwil: Auch dort verletzten sich im letzten Jahr weniger Menschen im Strassenverkehr. In den restlichen Gemeinden ist deren Zahl dagegen angestiegen.

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