Mehr Umsatz in allen Bereichen

Die Technischen Betriebe Wil (TBW) weisen einen weiteren positiven Geschäftsgang aus. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Gesamtumsatz um 4 auf 54 Millionen Franken. Dies ist auf ein Wachstum in allen Sparten zurückzuführen.

Silvan Meile
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An der Präsentation der Geschäftszahlen 2010 der Technischen Betriebe Wil (TBW) nahm Stadtrat Andreas Widmer zu Beginn vorweg, dass die TBW auch in diesem Jahre wie in der Vergangenheit, keine schlechten Neuigkeiten zu vermelden habe. Die TBW können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurückblicken, in dem sich insbesondere im Kommunikationsbereich die Kundenzahl erhöhte. Nach der Stagnation im Jahr 2009, die auf den wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gründeten, sei eine erfreuliche Zunahme bei der abgesetzten Strommenge zu verzeichnen. «Dies widerspiegelt die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung», so Martin Berti, Geschäftsleiter der TBW. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf 54 Millionen Franken gesteigert werden.

Zuwachs in allen Sparten

Eine Zunahme konnte in allen Sparten verzeichnet werden. Die verkaufte Strommenge stieg nach dem leichten Rückgang im Jahr 2009 um 3,5 Prozent wieder weiter an und bewegt sich im längerfristigen Vergleich wieder auf dem Niveau einer jährlichen Zunahme um 1 bis 2 Prozent. Auch bei der verkauften Gasmenge wird ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. Berti sieht den Grund dafür in den kalten Wintermonaten des Jahres 2010.

Der Bedarf an Wasser ist um 0,2 Prozent leicht angestiegen. Hier ist aber in den letzten 30 Jahren ein klarer Rückgang zu erkennen. «Beim Wasser liegt der Erfolg in der längerfristigen Reduktion durch Effizienzsteigerung und sparsamerem Haushalten», so Markus Hilber, Leiter Markt und Kunden der TBW. Im Bereich der Kommunikation ist die Anzahl Kunden weiterhin stark zunehmend. «Die Nachfrage nach den Internet- und den digitalen Angeboten via Kabelnetz ist ungebrochen hoch», erklärt Stefan Huber, Leiter Kommunikation. Das Versorgungsgebiet der «Thurcom» umfasst bereits 56 Ortschaften. Damit die Kapazität des Kabelnetzes mit den steigenden Datenvolumen mithalten kann, erfolgt derzeit die Umsetzung eines neuen Datenübertragungssystems. Damit kann die Zeit bis zum vorgesehenen Netz-Umbau auf das flächendeckende Glasfasernetz überbrückt werden. Aufgrund des Mehraufwands im Kommunikationsbereich ist im Budget 2011 der Stadt eine zusätzliche Stelle bewilligt worden. Im Jahr 2010 blieb der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 57,5 Stellenprozenten.

4 Millionen Franken an die Stadt

Der Netto Cash-Flow nach Abzug der Abgaben an die Stadt beträgt 7,7 Millionen Franken, was 14,5 Prozent des Umsatzes entspricht. Dies reicht jedoch nicht ganz aus, um die getätigten Investitionen von 8,2 Millionen Franken vollständig zu finanzieren. Die Investitionen sind von 12,3 Millionen im Jahr 2009 auf 8,2 Millionen im Jahr 2010 gesunken, was auf die im Jahr 2009 getätigten Kosten für den Neubau zurückzuführen ist. Rückblickend sagte Stadtrat Widmer, dass mit den Baukosten von 5,9 Millionen Franken eine «Punktlandung» erzielt worden sei. Ausserdem gestalten die TBW als erstes Versorgungswerk ihren Betrieb zukünftig CO2-neutral. Die Abgaben an die Stadt Wil sind bereits zum achten Mal auf der Basis des neuen Abgabemodells berechnet worden. Gegenüber dem Budget ergibt sich eine leicht höhere Abgabe von rund 4 Millionen Franken.

75 Prozent Kernenergie

Mit einem neuen System von ökologischen Stromprodukten bieten die TBW ihren Kunden eine Wahlmöglichkeit beim Stromverbrauch. Der Wille, den eigenen Energieverbrauch ökologischer zu gestalten oder den persönlichen CO2-Ausstoss zu reduzieren, kann dadurch individuell umgesetzt werden. In drei verschiedenen Stromangeboten wird zu einem Aufpreis Strom, der frei von Atomenergie ist, angeboten.

Der im Jahr 2009 von der TBW verkaufte Strom setzt sich noch zu rund 75 Prozent aus Kernenergie aus der Schweiz und dem Ausland wie zu 21 Prozent aus Schweizer Wasserkraft zusammen.

Die verbleibenden rund 4 Prozent des verkauften Stroms wurde hauptsächlich durch Energie aus Abfall produziert.