Mehr Steuern eingenommen

Die Bürgerversammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil warf keine hohen Wellen. Sämtliche Anträge der Kirchenvorsteherschaft wurden genehmigt.

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Präsidentin Lisa Alder informierte über die Schlussabrechnung der Renovation des Kirchgemeindehauses: Die Kosten liegen 28 680 Franken unter dem bewilligten Kredit von 675 000 Franken. (Bild: as.)

Präsidentin Lisa Alder informierte über die Schlussabrechnung der Renovation des Kirchgemeindehauses: Die Kosten liegen 28 680 Franken unter dem bewilligten Kredit von 675 000 Franken. (Bild: as.)

OBERUZWIL. Von 1965 stimmberechtigten Personen – 1345 aus Oberuzwil und 620 aus Jonschwil – fanden sich genau 73 Frauen und Männer im Kirchgemeindehaus Oberuzwil ein, um über die Amtsrechnung 2009 zu befinden. Dies entspricht einer Stimmbeteiligung von lediglich 3,7 %.

Rechnung und Budget

Lisa Alder, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, präsentierte die Rechnung 2009 und das Budget 2010. Wie immer interessierte am meisten, wofür die Steuergelder ausgegeben worden sind.

Mit einem Steuerfuss von 25 % – davon 3,1 % Zentralsteuer – betrug der Steuereingang im vergangenen Jahr 1 231 126 Franken. Budgetiert war ein Verlust von 43 000 Franken. Dieser verringerte sich in der ordentlichen Rechnung dank höheren Steuereingangs auf 21 490 Franken.

Die Präsidentin hatte ein paar Ausgabeposten herausgepickt, so die Schlussabrechnung für das renovierte Kirchgemeindehaus: Sie liegt 28 680 Franken unter dem bewilligten Kredit von 675 000 Franken.

Im Budget für das Jahr 2010 fällt ein Posten von 12 000 Franken für neues Geschirr auf. Seit 1980 war dieses noch nie ausgewechselt worden. Besteck und Geschirr konnten schon länger nicht mehr ersetzt werden. Auch das «Design» entspricht in keiner Weise mehr den Anforderungen von heute, zumal das Kirchgemeindehaus sehr oft für kirchenfremde Anlässe kostenpflichtig vermietet wird.

Viele Aktivitäten

Wie Lisa Alder weiter informierte, musste der Kindergottesdienst Kolibri – ehemals Sonntagschule – eingestellt werden, weil immer weniger Kindern diesen besuchten.

Doch die Jungschar und die Junge Kirche sowie die Feiern «Fiire mit de Chline» bekommen grossen Zuspruch. Diakon Richard Böck hat auch eine Kinder-Theatergruppe gegründet, die gut angekommen ist.

Ab 1. Mai soll es ein Sommercafé geben, jeweils am Samstagnachmittag von 14 bis 17 Uhr, je nach Witterung vor oder im Kirchgemeindehaus. So löst Neues manch Liebgewordenes ab und bleibt doch immer dem Grundgedanken verpflichtet, christliche Gemeinschaft zu leben.

Personelles

Daniel Wyss hat sich in den letzten acht Jahren um alle Baubelange gekümmert. So ging er das Dauerthema «Hörverständnis in der Kirche» mit einem Akustiker an. Die Renovation des Kirchgemeindehauses hatte ihn während mehrerer Jahre begleitet.

Für ihn wurde Maja Rhyner gewählt, welche das Ressort «Diakonie» übernehmen wird. Werner Keller wird sich im Ressort «Liegenschaften» einbringen. Elisabeth Bircher hat während Jahren in der kantonalen Synode gewirkt, einige Jahre gar als deren Präsidentin. Für sie wird neu Hans Bosshard in der Synode Einsitz nehmen. Aus dem Kreis der Versammlung wurde eine praktischere Kollektenkasse angeregt. Eine Frau erkundigte sich nach dem sinkenden Angebot an Familiengottesdiensten.

Richard Böck, Diakon und Beauftragter für die Familienarbeit, freute sich über dieses Votum und nahm das Anliegen gerne auf. (as.)