Mehr Sicherheit bei gleich viel Verkehr

Der Kanton will den Belag der Lerchenfeldstrasse baldmöglichst sanieren. Für die Stadt Wil bot sich in diesem Rahmen die Gelegenheit, eine Umgestaltung des Strassenraums in die Wege zu leiten. Das Konzept dazu war Thema im Parlament.

Ursula Ammann
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WIL. Eine Wohlfühlstrasse werde sie nie, die Lerchenfeldstrasse, betonte Marianne Mettler (SP), Vorsitzende der Bau- und Verkehrskommission, am Donnerstagabend vor dem Parlament. Auch wenn das Betriebs- und Gestaltungskonzept Lerchenfeldstrasse nicht zu einer Verkehrsentlastung beitrage, so könne dadurch dennoch die Sicherheit für Velofahrer und Fussgänger erhöht werden.

Die Verbesserung der Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer ist eines der Bedürfnisse, die die Stadt Wil im Rahmen der kantonalen Sanierungspläne für die Lerchenfeldstrasse anmelden konnte. Das Strassenkreisinspektorat des Kantons plant, den Belag der Lerchenfeldstrasse baldmöglichst zu erneuern.

Zusatzanträge und Empfehlung

Mit dem kantonalen Tiefbauamt wurde beschlossen, Konzeptentwürfe für die Umgestaltung der Kantonsstrassen im Perimeter Wil auszuarbeiten, woraus mitunter das Betriebs- und Gestaltungskonzept Lerchenfeldstrasse resultierte. Zu diesem nahm der Stadtrat Stellung und unterbreitete diese am Donnerstag wiederum dem Parlament zur Abstimmung. Die Stellungnahme behandelt im Wesentlichen die Verlängerung des Mehrzweckstreifens nach Osten, die Verlängerung des Trottoirs zwischen Post- und Speerstrasse, unmittelbar entlang der Lerchenfeldstrasse, sowie einige Hinweise aus der Bau- und Verkehrskommission vom Oktober 2010.

Die Bau- und Verkehrskommission, welche die Vernehmlassung für dieses Geschäft durchführte, empfahl dem Parlament einstimmig, die Stellungnahme des Stadtrats gutzuheissen. Allerdings formulierte sie zur Vorlage drei zusätzliche Anträge. Auch die Grünen Prowil gaben eine Empfehlung an den Stadtrat ab. Darin geht es um eine verbesserte Radstreifenführung, womit eine sicherere Querung der Lerchenfeldstrasse für Radfahrende beabsichtigt wird.

Sowohl die Zusatzanträge der Bau- und Verkehrskommission als auch die Empfehlung der Grünen Prowil waren nicht bestritten und wurden somit zum Beschluss erhoben. Das Stadtparlament stimmte dem Bericht und Antrag zum Betriebs- und Gestaltungskonzept Lerchenfeldstrasse grossmehrheitlich zu.

Noch 287 000 Franken

Für die Umgestaltung der Strasse ergeben sich Kosten von rund 1,5 Millionen Franken. Darin sind «Ohnehinkosten» von 684 000 Franken enthalten, die vollumfänglich zu Lasten des Strassenkreisinspektorats Gossau gehen. Die Restkosten von 820 000 Franken werden zu zwei Dritteln vom Kanton übernommen. Für die Stadt Wil bleibt ein Betrag von 287 000 Franken.