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Mehr Raum zum Wohnen

Das Wiler Stadtparlament genehmigt den überarbeiteten Zonenplan und das revidierte Baureglement. 24 Hektaren neue Wohn- und Wohn-/Gewerbezone sind ausgeschieden worden.
Philipp Haag
Das Gelände, auf dem das Postgebäude beim Wiler Bahnhof steht, wird in die viergeschossige Kernzone (K4) umgeteilt. (Bild: Philipp Haag)

Das Gelände, auf dem das Postgebäude beim Wiler Bahnhof steht, wird in die viergeschossige Kernzone (K4) umgeteilt. (Bild: Philipp Haag)

WIL. Verdichtet bauen und haushälterischer Umgang mit dem Boden: Dieses Motto kann über die neue Nutzungsplanung der Stadt Wil gestellt werden, welche diejenige aus dem Jahr 1992 ablöst. Die 25 Jahre alte Nutzungsplanung entsprach nicht mehr den heutigen Verhältnissen. Ausserdem mussten durch die Vereinigung von Wil mit Bronschhofen die Planungsinstrumente vereinheitlicht werden.

Von W1 zu W2

Am Donnerstagabend befassten sich die Stadtparlamentarierinnen und Stadtparlamentarier mit dem überarbeiteten Zonenplan und dem revidierten Baureglement und stimmten mit 38 Ja- zu 3 Nein-Stimmen respektive mit 41 Ja-Stimmen zu. Die markantesten Änderungen sind: Abschaffung der Wohnzone W1 und Einführung der Wohnzone W2a und W2b. Ebenfalls neu aufgenommen hat der Stadtrat die Wohn-/Gewerbezone 4 (WG4) und die Kernzone 4 (K4), die viergeschossige Bauten erlauben. Bei der ersten Auflage der Nutzungsplanung waren 44 Einsprachen erhoben worden, bei der zweiten deren zehn. Gemäss Marianne Mettler, Präsidentin der Bau- und Verkehrskommission, die die Nutzungsplanung beraten hat, sind 24 Hektaren neue Wohn- und Wohn-/Gewerbezonen ausgeschieden worden. Demgegenüber nahmen die Industrie- und Gewerbezonen um 15 Hektaren ab sowie die Zone für öffentliche Anlagen um 9 Hektaren. Die grössten neu in die Wohnzone eingeteilten Grundstücke sind diejenigen im Lenzenbüel, auf dem Klinikareal hinter dem Hotel Freihof und beim Zeughaus. «In Wil kann mehr gebaut werden», bilanzierte Stadtrat Marcus Zunzer. Auf eine Neueinzonung der 2,5 Hektaren auf dem Areal Weidguet, welche der Ortsgemeinde gehören, sowie des Kindlimann-Geländes wird vorläufig verzichtet. An beiden Standorten soll die Umzonung auf Basis eines qualifizierten Verfahrens im Rahmen eines Teilzonenplans erfolgen.

Fehlender Mut

Die Fraktionen sprachen sich im Grundsatz für den neuen Zonenplan und das neue Baureglement aus. Reto Gehrig (CVP) nannte diese einen breit abgestützten Kompromiss, wobei er sich ein etwas «offeneres Baureglement» gewünscht hätte. Luc Kauf (Grüne Prowil) mangelt es am Visionären. «Der Mut zur konsequenten Innenverdichtung fehlt.» Die Fraktion beantragte, die Parzelle der Gärtnerei an der Fürstenlandstrasse nicht von der Wohnzone in die Wohn-/Gewerbzone umzuteilen, um keine Zoneninsel zu schaffen. Der Antrag scheiterte mit 27 Nein- zu 14 Ja-Stimmen. Die Fraktion stellte sich gegen die Umzonung des Postareals beim Bahnhof von der Zone für öffentliche Anlagen in die Kernzone 4, weil dies «einem Millionengeschenk an die Eigentümer» gleichkommt, wie Guido Wick sich ausdrückte. Ein Teil der Mehrwertabschöpfung sollte in die Stadtkasse fliessen.

Die FDP zeigte sich einverstanden, «auch wenn wir nicht mit allen Zoneneinteilungen, vor allem im Wiler Süden, zufrieden sind», wie Urs Etter sagte. Eine Ablehnung würde aber nur eine unnötige Verzögerung zur Folge haben. Die SVP stellte sich hinter die neue Nutzungsplanung. Ursula Egli forderte die Streichung der allgemeinen Höhenbeschränkung für Silos und machte den Alternativvorschlag, dass im Ortsbild- und Landschaftsschutzgebiet Silos nur in begründeten Ausnahmefällen die zulässige Firsthöhe für Scheunen überschreiten dürfe. Die Parlamentsmitglieder genehmigten den Antrag mit 38 Ja- zu 2 Neinstimmen. Mirta Sauer (SP) bezeichnete die Vorlage als ausgewogen, wobei eine gute Balance zwischen Verdichtung und Grünflächen entstanden sei.

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