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Mehr Leben im Textilmuseum Sorntal in Niederbüren: Mit den Geldern aus dem Lotteriefonds wird der Museumsbetrieb aufgewertet

Beim Textilmuseum Sorntal herrscht Freude: Der Kantonsrat hat die Unterstützungsgelder aus dem Lotteriefonds genehmigt. Diese fliessen in den Kauf der Liegenschaft und die Optimierung des Museumsbetriebs.
Tobias Söldi
Eine alte Sockenstrickmaschine: Mit ihr lässt sich nicht nur das Rohr, sondern auch die Ferse maschinell herstellen. (Bild: Andrea Häusler)

Eine alte Sockenstrickmaschine: Mit ihr lässt sich nicht nur das Rohr, sondern auch die Ferse maschinell herstellen. (Bild: Andrea Häusler)

88000 Franken – soviel ist das Textilmuseum Sorntal dem kantonalen Amt für Kultur wert. «Die vielen funktionstüchtigen Textilmaschinen und -geräte haben mich beeindruckt», erinnert sich Katrin Meier, Chefin des Kulturamtes, an den Besuch im Museum, welcher der Vergabe vorausgegangen ist. Am Mittwoch hat auch der Kantonsrat in seiner Junisession grünes Licht gegeben und die Unterstützungsgelder gesprochen.

Beim Textilmuseum Sorntal ist die Freude über den Entscheid gross. «Das ist ein weiterer Schritt in eine positive Zukunft des Textilmuseums Sorntal Niederbüren» so Richard Holenstein, Vereinspräsident.

«Wir konnten erfolgreich zeigen, dass das Textilmuseum einzigartig ist und ein wertvolles Kulturgut darstellt.»

Neue Museumsführer in Ausbildung

Vereinspräsident Richard Holenstein

Vereinspräsident Richard Holenstein

Der grössere Teil der kantonalen Unterstützung – 50000 Franken – fliesst in den Kauf der Museumsliegenschaft, welche insgesamt 432000 Franken kostet. Bereits zugesichert sind Beiträge von der Politischen Gemeinde Niederbüren und der Bürgerkorporation. Sie steuern 100000 beziehungsweise 50000 Franken bei. Dennoch: Ganz am Ziel ist man noch nicht. Es fehlen rund 30 Prozent der Kaufpreissumme. Holenstein ist zuversichtlich: «Wir führen Gespräche mit Stiftungen und grösseren Gönnern.» Bis Ende Jahr hat der Verein Zeit, die ausstehenden Gelder aufzutreiben.

Die restlichen kantonalen Unterstützungsgelder in der Höhe von 38000 Franken gehen an den Aufbau der Museumstätigkeit. Dem Textilmuseum stehe eine «gesunde Professionalisierung» bevor, wie Holenstein sagt. Diese äussert sich beispielsweise in der digitalen Inventarisierung und Dokumentation der über 5000 Museumsstücke. «Das ist ein sehr grosser Posten.» Auch Filmaufnahmen der Geräte sind vorgesehen. Eine Aufwertung erfährt die Präsentation der Ausstellung: Maschinen und Geräte sollen besser bezeichnet werden, zudem werden zurzeit vier Personen als Museumsführer ausgebildet. «Es kommt noch mehr Leben ins Museum», sagt Holenstein. Am Gebäude, einer ehemaligen Spinnerei von 1850, sind kleine Arbeiten nötig, darunter solche im Fenster-, Türen- und Sockelbereich. «Das Gebäude ist in einem sehr guten Zustand», hält Holenstein fest.

Verstärktes Bemühen erfahren auch Kommunikation und Werbung: So ist das Textilmuseum seit kurzem Mitglied im Museumsverband des Kantons St. Gallen (Musa), bei dem auch das Textilmuseum St. Gallen dabei ist.

«Für uns ist der Kontakt mit anderen Museen wichtig. Davon profitieren wir.»

Mehrheit steht hinter dem Museum

Während sich der Kanton dem Museum gegenüber wohlwollend zeigt, war der Rückhalt in der Gemeinde Niederbüren nicht immer gegeben: Der anfängliche Plan, der Erwerb der Museumsliegenschaft durch die Gemeinde, wurde von den Stimmbürgern abgelehnt. Und auch der Unterstützungsbeitrag durch die Gemeinde in der Höhe von 100000 Franken stand in Kritik, wurde aber genehmigt. Holenstein will vorwärts schauen und betont, dass die Mehrheit der Niederbürerinnen und Niederbürer sich für das Museum ausgesprochen habe. Die Beiträge der Gemeinde und der Bürgerkorporation zeigten:

«Niederbüren ist grundsätzlich positiv eingestellt gegenüber dem Museum.»

Beim Amt für Kultur gibt man sich mit Blick auf die wechselvolle jüngere Vergangenheit diplomatisch: «Wir haben die Entwicklungen rund um das Textilmuseum selbstverständlich mitverfolgt», sagt Meier. Eine wichtige Voraussetzung für einen kantonalen Beitrag sei, dass sich die Standortgemeinde sowie Private mitbeteiligen. Dies sei in Niederbüren erfüllt.

Hinweis: Am 6. und 7. September feiert das Textilmuseum 25-jähriges Bestehen mit Festakt für Vereinsmitglieder und Gönner sowie einem Tag der offenen Türe.

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