Mehr Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle

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Wil Alljährlich führen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und das Amt für Berufsbildung bei Schulabgängerinnen und Schulabgängern des 9. Schuljahres und der staatlichen Brückenangebote eine Befragung durch. Die Auswertung der Umfrage erlaubt es dem Bildungsdepartement, die Lehrstellensituation gegen Ende des Schuljahres zu analysieren und bei Bedarf Massnahmen zu treffen.

Stichtag der Erhebung war der 26. Mai. In den Schulen der Stadt Wil wurden zum erwähnten Zeitpunkt 183 Schulabgängerinnen und Schulabgänger (Vorjahr: 175) gezählt. Die Umfrage wurde bei den 3. Sekundar- und Realklassen sowie bei den Sport-, Eingliederungs- und Kleinklassen in den Oberstufen Sonnenhof, Lindenhof und Bronschhofen sowie bei den 3. Sekundarklassen der Mädchensekundarschule St. Katharina durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr kann fest­gestellt werden, dass weniger Schulabgängerinnen und -abgänger ein staatliches Brückenangebot besuchen werden und prozentual mehr Jugendliche noch eine Lehrstelle oder Zwischen­lösung suchen.

Im Detail zeigt die Statistik folgendes Bild: 58,5 Prozent aller 183 Befragten beginnen eine Lehre (94) oder eine Attestausbildung (13). 13,1 Prozent (24 Schulabgänger) setzen auf eine private Lösung in Form eines Praktikums (20) oder des Besuchs einer Privatschule (4). Rund 4,4 Prozent (8 Jugendliche) nutzen ein staatliches Brückenangebot – vier von ihnen besuchen ein Berufsvorbereitungsjahr und vier absolvieren ein Motivationssemester. 14,2 Prozent (26 Schulabgänger) besuchen weiterführende Schulen wie die Kantonsschule mit gymnasialer Matura (16), die Fachmittelschule (6) oder die Wirtschaftsmittelschule/Informatikmittelschule (4). 7,7 Prozent (14 Jugendliche) waren zum Zeitpunkt der Erfassung auf Lehrstellensuche oder auf der Suche nach einer Zwischenlösung. Diese Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. (sk)