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Mehr Intelligenz im Stromnetz

Herkömmliche Stromzähler werden zunehmend durch «Smart Meter» ersetzt. ln der Gemeinde Zuzwil etwa ist eine flächendeckende Umrüstung in vollem Gange. In Niederhelfenschwil stimmen die Bürger morgen abend darüber ab.
Ursula Ammann
Smart Meter erfassen den Stromverbrauch elektronisch und leiten ihn an den Energieversorger weiter. (Bild: Hanspeter Schiess)

Smart Meter erfassen den Stromverbrauch elektronisch und leiten ihn an den Energieversorger weiter. (Bild: Hanspeter Schiess)

REGION. Der englische Ausdruck «smart» bedeutet auf Deutsch so viel wie schlau oder intelligent. Diese Eigenschaftswörter können nicht nur auf Menschen zutreffen, sondern auch auf Stromnetze (Smart Grid). Ein wichtiger Baustein dessen sind die sogenannten Smart Meter. Darunter versteht man intelligente Stromzähler. Sie erfassen den Stromverbrauch des Kunden elektronisch und leiten ihn via Trafostation direkt an den Energieversorger weiter. Es folgt ein automatisierter Stromabrechnungsprozess, ohne dass ein Mitarbeiter zwecks Ablesung einen Privathaushalt betreten muss.

Kredit von 864 000 Franken

Auch in der Region halten Smart Meter immer mehr Einzug. Die Stimmberechtigten der Gemeinde Niederhelfenschwil befinden an der Bürgerversammlung von morgen abend über ein Gutachten unter dem Titel «Realisierung des Smart- Power-Management-Systems (SPM)». Stimmt die Bürgerschaft dem Gutachten zu, wird noch dieses Jahr mit der Zählerauswechslung gestartet. In einer ersten Etappe sollen 300 Zähler im Zentrum Niederhelfenschwils durch Smart Meter ersetzt werden. Der Gesamtausbau ist in vier Etappen eingeteilt und wird voraussichtlich im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Sobald ein Smart Meter im Netz installiert ist, meldet sich dieser beim sogenannten Datenkonzentrator in der Trafostation an. Dieser leitet die Informationen über den Stromverbrauch dann ans Elektrizitätswerk weiter. «Um die Kommunikation innerhalb des Versorgungsgebietes sicherzustellen, müssen alle Trafostationen zu einem Kommunikationsnetzwerk zusammengeschlossen werden», heisst es im Gutachten. Und weiter: «Im Gemeindegebiet sind bereits rund drei Viertel aller Transformatoren mit Glasfaserkabeln des EW Niederhelfenschwil oder der Technischen Betriebe erschlossen.» Mithilfe dieser bereits vorhandenen Glasfaserkabel könne das benötigte Netz mit einem kleinen Aufwand realisiert werden.

Für die Umstellung auf das Smart-Power-Management-System beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 864 000 Franken. Der Anteil für den Ausbau des Kommunikationsnetzes beträgt dabei 210 000 Franken. 530 000 Franken müssen für die Auswechslung der Zähler einberechnet werden. Der Rest entfällt auf «Unvorhergesehenes» sowie auf die Mehrwertsteuer. Die Investitionsplanung sieht vom Projektstart (2016) bis zum Projektende (2019) jährliche Investitionen von 200 000 Franken vor.

270 Zähler bereits ausgetauscht

In der Gemeinde Zuzwil hat die Umsetzung für das Smart Power Management bereits begonnen. Es erfolgt in vier Etappen. «Die erste Etappe haben wir 2015 erfolgreich abgeschlossen», sagt Gemeindepräsident Roland Hardegger. 270 Stromzähler sind dabei durch sogenannte Smart Meter ausgetauscht worden und können nun fernabgelesen werden. Bei weiteren rund 2000 Zählern soll dies in den nächsten drei Jahren noch geschehen.

Die Gemeinde Zuzwil investiert bis 2019 insgesamt 1,39 Millionen Franken für die Erneuerung der Stromzähler respektive des Ablesesystems.

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