Mehr als ein Jahr gearbeitet

Zum Wiederholungskurs sind 215 Angehörige des Zivilschutzes nach Sirnach eingerückt. Zusammen leisteten sie 458 Diensttage. Sie sanierten auch Wanderwege.

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2 von 215 Zivilschützern bei der Arbeit: Im Wald wurde auch eine Holzbrücke instand gestellt. (Bild: Peter Mesmer)

2 von 215 Zivilschützern bei der Arbeit: Im Wald wurde auch eine Holzbrücke instand gestellt. (Bild: Peter Mesmer)

Es standen auch rund 100 Pioniere im Einsatz. In Sirnach und Eschlikon reinigten sie Bachläufe, in Fischingen und Bichelsee sanierten sie Wanderwege und eine Holzbrücke. Für das Forstrevier Hinterthurgau erfolgte der Abbruch eines Wildzaunes.

Ein Höhepunkt war die praktische Übung «Sirnach im Dunkeln» in enger Zusammenarbeit mit der Betreuung. Nach einer Gasexplosion mit extrem starker Rauchentwicklung in einem Bunker mussten 20 Figuranten mit unterschiedlichsten Verletzungen gerettet, evakuiert und versorgt werden. Die Führungsunterstützung stand nach intensiver theoretischer Schulung ebenfalls in einer realistisch angelegten Übung zu den Themenbereichen «grossflächiger Stromausfall» und «Überschwemmung» im Einsatz. Am zweiten WK-Tag stand, so quasi als Belohnung, eine Besichtigung des Zivilschutzmuseums Wipkingen auf dem Programm.

Wer nicht einrückt, wird gebüsst

Für die gute Laune der Truppe sorgten die Männer des Logistikdienstes mit der Mittagsverpflegung, welche hauptsächlich im Gemeindezentrum Dreitannen eingenommen wurde. Zusätzlich musste die Küchenmannschaft mehr als 160 Znünisäckli richten. Ebenfalls zeichnete dieser Dienst für die Bereitstellung der Transportfahrzeuge verantwortlich. Pro WK-Tag standen alles in allem bis zu neun Fahrzeuge im Einsatz.

Einzelne wenige Verfehlungen, zum Beispiel verspätetes Einrücken oder nicht korrektes Tenue, seien auch in diesem Jahr wieder zu verzeichnen gewesen, wurde bilanziert. Entsprechend hätten Ermahnungen oder in Wiederholungsfällen Verwarnungen erteilt werden müssen. Leider gäbe es auch immer wieder Dienstpflichtige, die unentschuldigt gar nicht einrückten. Dies wird gemäss den geltenden Strafbestimmungen dem Kantonalen Amt für Bevölkerungsschutz und Armee gemeldet. Die Fehlbaren werden gebüsst.

Keine Unfälle trotz schwerem Gerät

Kommandant Andreas Bucher zeigte sich am Ende des WK zufrieden. Er sagte: «Die Motivation war beim Kader sehr gut und weitgehend auch bei der Truppe. Das hat mich gefreut. Ebenso, dass bei uns Disziplin und Verhalten auf hohem Niveau stehen. Das ist überaus wichtig, vor allem auch in bezug auf die Sicherheit.» Höchste Priorität habe bei jedem Truppenzusammenzug die Vermeidung von Unfällen und Verletzungen, was in Anbetracht des Einsatzes von schwerem Gerät nicht selbstverständlich sei. Es waren keine Unfälle zu verzeichnen. (mes)