Mehr als das halbe Leben Präsident

Im Vorstand des Badmintonclubs Uzwil wusste man es zwar bereits. Für die Öffentlichkeit hingegen ist es eine Überraschung: Präsident Thomas Müller tritt per sofort als Präsident zurück. Er hat das Vereinsschiff 30 Jahre lang geführt.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Thomas Müller (Mitte) wird dem Verein weiterhin im Vorstand erhalten bleiben. (Archivbild: uno.)

Thomas Müller (Mitte) wird dem Verein weiterhin im Vorstand erhalten bleiben. (Archivbild: uno.)

Badminton. «Nein» beteuerte Thomas Müller auf Anfrage, «mein Rücktritt ist kein Spontan- entscheid. Er zeichnete sich ab, weil ich seit vier Jahren in Olten arbeite und nicht mehr nahe genug am Vereinsgeschehen bin. Weil mit Jürg Schadegg ein Nachfolger bereitstand, fiel mein Entscheid zum Rücktritt einfacher. Und es ist wichtig zu wissen: Das aktuelle Vorgehen wird vom gesamten Vorstand getragen.»

Präsident erhält Unterstützung

Dem Badmintonclub Uzwil läuft es momentan nicht so rund. In der NLA belegt er den letzten Tabellenrang und wird eventuell absteigen. Auch im Nachwuchs präsentiert sich die Situation nicht nur positiv. Es gibt immer weniger Kinder, welche diese Sportart ausüben möchten und auch mit genügend Leitern oder Trainern ist der Verein nicht gesegnet. Es braucht deshalb einen Präsidenten, der regelmässiger als Thomas Müller in den letzten Jahren vor Ort ist und dieser wiederum braucht Unterstützung im administrativen Bereich. Jürg Schadegg erfüllt diese Forderungen und mit Kathrin Alder-Germann verfügt der neue Präsident über die nötige Unterstützung. Kathrin Alder-Germann wird neu Geschäftsleiterin des BC Uzwil.

30 Jahre Thomas Müller

Der abtretende Präsident übernahm schon als Spieler das Präsidentenamt. Nach seiner Aktivlaufbahn war er zudem auch Trainer. Thomas Müller ist dafür verantwortlich, dass es überhaupt in der Ostschweiz eine funktionierende Badmintonszene gibt. Er hat sich oft mit dem Verband angelegt. Immer jedoch zugunsten der Sportart oder für den Verein. Seinem grossen Engagement ist es zu verdanken, dass der BC Uzwil seit Bestehen einer Meisterschaft in der obersten Liga spielt. Genügte es früher noch, mit guten Schweizer Spielern oder Spielerinnen konkurrenzfähig zu sein, braucht es heutzutage auf den besten Positionen Ausländer. Ausgerechnet ein Schweizer ist aber dafür verantwortlich, dass sich die Uzwiler erstmals auf einem Abstiegsplatz befinden. «Philipp Peter, der aus gesundheitlichen Gründen mit dem Spitzensport aufhören musste, konnte im bisherigen Verlauf der Saison nicht ersetzt werden. Mit seinem Ausfall haben wir nicht gerechnet. Er war im Doppel und im Mixed stets für Punkte besorgt, die wir jetzt nicht mehr machen.»

Werbung/Marketing

Thomas Müller bleibt dem BC Uzwil im Vorstand erhalten. Er wird sich aber Tätigkeiten widmen, die er auch in seinem zweiten Domizil im Aargau erledigen kann. Und er wird garantiert weiter bei jedem Spiel der ersten Mannschaft dabei sein.