Max Gianini: Vernetzt, umsichtig und risikofreudig

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Bauunternehmer Max Gianini hat das Dorfbild von Uzwil mehr geprägt als jeder andere. Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg realisierte er insbesondere an der Dammhalde, im Waldhof sowie an der Bahnhofstrasse zahlreiche Einzelbauten und Überbauungen: dem heutigen Auge kaum schmeichelnd, wohl am ehesten mit Prädikaten wie schnörkellos oder funktionell-zweckmässig gerecht werdend.

In den 1960er- und 1970er-Jahren beschäftige er 60 Mitarbeiter, zu Blütezeiten waren es gar deren 97 – aufgrund umsichtiger Risikobereitschaft damals das grösste Baugeschäft in der gesamten Region. Gab es daneben in Niederuzwil, Uzwil und Oberuzwil doch noch sieben weitere.

Einen beachtlichen Anteil am Erfolg hatte Bruder Walter Gianini, der in Mailand wohnhafte Kaufmann. 1966 entstand in dessen Auftrag das Hochhaus am Dammweg 2. Es umfasste zehn Stockwerke mit total 30 Wohnungen und ist das höchste Gebäude, das Max Gianini in seiner Wohngemeinde gebaut hat. Seine Firma führte darüber hinaus bei einer Vielzahl von Projekten die Baumeisterarbeiten aus. Unter anderem beim Bahnhof Uzwil mit der Güterexpedition. Ausserdem realisierte das Bauunternehmen den Anbau des Hotels Uzwil, die Kantonalbank, die frühere Credit Suisse, die ehemalige Post, den Blauen Engel, das Harzenmoser-Hochhaus, die Sekundarschule, das evangelische Kirchgemeindehaus, das Postgebäude an der Marktstrasse, die ehemalige Bank in Niederuzwil, das Altersheim Sonnmatt sowie einige Fabrikhallen der Firma Bühler. (cg)