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Marlis Angehrn reicht Rücktritt ein

Die Nachricht schlug gestern wie eine Bombe in der Wiler Politlandschaft ein: CVP-Stadträtin und Schulratspräsidentin Marlis Angehrn tritt Ende Juli zurück. Ihren Entscheid begründet sie mit einer neuen beruflichen Perspektive.
Hans Suter
Marlis Angehrn in ihrem Büro, das sie in sechs Monaten räumen wird. «Ich gehe nicht gerne, es gab Tränen, auch bei mir.» (Bild: Silvan Meile)

Marlis Angehrn in ihrem Büro, das sie in sechs Monaten räumen wird. «Ich gehe nicht gerne, es gab Tränen, auch bei mir.» (Bild: Silvan Meile)

WIL. Stadträtin Marlis Angehrn sitzt seit 2001 fest im Sattel des Wiler Schulratspräsidiums. Mit einem Rücktritt während der laufenden Amtsdauer hat niemand gerechnet. Schon gar nicht per Ende des laufenden Schuljahrs in sechs Monaten. An seiner gestrigen Sitzung hat der Stadtrat Angehrns Rücktrittsantrag «mit ausserordentlichem Bedauern» genehmigt.

Zeitpunkt als ideal beurteilt

«Die zielorientierte, konstruktive und kollegiale Arbeit im fünfköpfigen Stadtrat und im elfköpfigen Schulrat wie auch ganz allgemein der Einsatz für eine gute öffentliche Schule in der Stadt Wil machen mir nach wie vor grosse Freude», teilte Marlis Angehrn gestern mit. Der Zeitpunkt für den Rücktritt ist in ihren Augen ideal: «Einerseits kann ich so das laufende Schuljahr zu Ende führen, anderseits sind grosse Projekte wie die Umsetzung der Gemeindevereinigung oder die Realisierung des Sportparks Bergholz abgeschlossen oder auf gutem Kurs.» Auch der Stadtrat, in dem es nach der Gesamterneuerungswahl 2012 drei personelle Wechsel gegeben habe, sei in seiner neuen Zusammensetzung gefestigt.

Neue Tätigkeit noch geheim

Was sie in Zukunft beruflich machen wird, darüber schweigt sich Marlis Angehrn noch aus. Sie verriet lediglich: «Es wird eine Tätigkeit sein, bei der ich bei meinen Lieblingsthemen mehr in die Tiefe gehen kann. Mit Juristerei wird es auch zu tun haben.» Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen.

Den Anstoss zu ihrem Rücktrittsentscheid habe nebst einer allgemeinen Zukunftsplanung letztlich die Möglichkeit zur Übernahme einer neuen Aufgabe gegeben: «Eine von ihrer Konzeption her spannende berufliche Perspektive hat kürzlich meine Neugierde und den Hunger geweckt, beruflich nochmals einen <Zacken zuzulegen>, dabei aber nicht mehr als Amtsträgerin so vielen externen Faktoren ausgeliefert zu sein», sagt die 52jährige Juristin und ehemaligen Lehrerin. Mit Blick auf die Organisation der Ersatzwahl und die entsprechenden Fristen habe sie sich entschlossen, den Entscheid schon vor der definitiven Vertragsunterzeichnung bekannt zu machen. «So erhalten die Parteien mehr Zeit für die sorgfältige Suche nach geeigneten Kandidierenden.»

Herausforderungen

In die Amtszeit von Marlis Angehrn fallen grosse Veränderungen. Als bedeutendste Projekte bezeichnet sie: Krisenintervention, Tagesstrukturen, geleitete Schule, Schulsozialarbeit und Elternmitwirkung sowie im sportlichen Bereich den Sportpark Bergholz und die Sportschule Lindenhof. «Als wir im Jahr 2001 mit der Krisenintervention begannen, hätte wohl kaum jemand gedacht, dass ausgerechnet die Schule Lindenhof den Schritt zur Swiss Olympic School schafft», sagt Marlis Angehrn nicht ohne Stolz. Und ergänzt: «Seit Einführung unseres Time-out-Konzepts vor zwölf Jahren ist es zu keinem einzigen Schulausschluss mehr gekommen.» Noch ungelöst geblieben ist indes die Kathi-Frage.

Mit welchen Gefühlen verlässt Marlis Angehrn die Wiler Schulen? «Ich gehe in Dankbarkeit, und mit Wehmut.» • STADT WIL 35

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