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MARKTERLEBNIS: Frühlingsgefühle im Liegestuhl

Konventionelle Jahrmarktbuden, Stände mit kreativem Handwerk sowie ein Setzlings- und Kräutermarkt unter einem Dach – das Experiment in Niederuzwil ist gelungen und war ein Treffpunkt für Jung und Alt.
Kathrin Meier-Gross
Die zahlreichen Helfer des Marktstubenteams bereiten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) zu.

Die zahlreichen Helfer des Marktstubenteams bereiten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) zu.

Für einmal sind die Marktstrasse, der Markt- und der Begegnungsplatz ihren Namen vollauf gerecht geworden. Der Frühlingsmarkt in Niederuzwil hat am ­vergangenen Wochenende ein schönes und familienfreund­liches Revival erlebt.

Während Anna vorsichtig die Schnur ins Seifenwasser tunkte und hernach riesige Seifenblasen steigen liess, bestaunte Sophia den schön gebundenen Zopf des Ponys, auf dem sie gleich losritt. Liam indessen stand fasziniert vor der kleinen Dampfeisenbahn, die im Kreis um das Karussell her­umtuckerte. Als der kleine Bursche mit strahlendem Gesicht aufsteigen durfte, genoss sein Papa die kurze Ruhepause im Liegestuhl. Im Gegensatz zu den Jahrmärkten der vergangenen Jahrzehnte waren diesmal Gemütlichkeit und Gemeinschaftserlebnis angesagt. Und dazu gehörten Sitzgelegenheiten neben Verpflegungsständen und eben auch die Liegestühle, welche die Gemeinde Uzwil für solche Gelegenheiten angeschafft hat.

Verantwortlich für dieses Experiment, bei dem drei verschiedene Veranstalter mitmachten, war der Uzwiler Kulturbär. Die Idee sei gewesen, einen Markt für alle Generationen anzubieten, erläuterte Christoph Bär. Anstelle von Autoscooterbahn gab’s diesmal «nur» eine dezent beschallte Schiffschaukel und ein Kinder­karussell. Dafür konnte mit richtigem Pferd und Wagen mitgefahren oder bei Dora Engeler Märchen zugehört werden. Ausserdem präsentierten 60 Aussteller einen vielseitigen Mix. Der Schweizerische Marktfahrerverband versorgte die Besucher mit Magenbrot und anderen Produkten, die es gewöhnlich an den Jahrmärkten zu kaufen gibt. Viel Selbstgemachtes gab es an den Ständen des Kreativmarktes. Cornelia Köchli, die zum ersten Mal mit aus Recyclingmaterial gefertigten Gegenständen der Wiler Stiftung ancora meilestei in Niederuzwil ausstellte, zeigte sich begeistert von der guten Stimmung am Markt. Bär, der für den Setzlingsmarkt zuständig war, hat auch mit dem Verpflegungsanbieter einen guten Griff getan.

Unter Leitung von Katharina Piljic waren gut zwanzig asylsuchende Männer, die sonst an der Marktstube teilnehmen, damit beschäftigt, Empanadas herzustellen und zu backen. Ein Gemeinschaftsprojekt, das bei den Besuchern auf grosse Sympathie stiess und gelebte Integration ist. Die zahlreichen Besucher jedenfalls genossen die entspannte Stimmung und die warmen Sonnenstrahlen in vollen Zügen.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

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