MARKSTEIN: Regierung gibt grünes Licht

Das vom Kanton und der Gemeinde Flawil ausgearbeitete Strassenbauvorhaben Wiler-/St. Gallerstrasse ist von der Regierung des Kantons St. Gallen genehmigt worden. Am 7. Juni startet nun die öffentliche Auflage des Sanierungsprojekts.

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Nach dem Ja der Flawiler Stimmbürgerschaft zum Gemeindebeitrag an die Sanierung und Neugestaltung der Wiler- und St.-Galler-Strasse im Abschnitt Isnyplatz bis Landbergstrasse an der Urnenabstimmung im Februar dieses Jahres hat das Projekt eine weitere Hürde genommen. Am 16. Mai genehmigte die Regierung des Kantons St. Gallen das 8,615-Millionen-Projekt, das zur Hälfte vom Kanton finanziert wird. Der Kostenanteil der Gemeinde Flawil beträgt 4,07 Millionen Franken, nach Abzug des zu erwartenden Beitrags aus dem Agglomerationsprogramm noch rund 3,72 Millionen Franken.

Aufgrund der bereits im Vorfeld der Referendumsabstimmung geäusserten Befürchtungen seitens einiger Skeptiker hat der Flawiler Gemeinderat das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen gebeten, einzelne Projektteile vor der öffentlichen Auflage nochmals zu überprüfen. Das ist, laut einer Mitteilung aus dem Flawiler Gemeindehaus, erfolgt. Nach ­Ostern seien, heisst es darin weiter, verschiedene Grundeigentümer über ­kleinere Projektanpassungen informiert worden.

Über 100 betroffene Grundeigentümer

Gemäss Strassengesetz des Kantons St. Gallen müssen Strassenbauprojekte während 30 Tagen öffentlich aufgelegt werden. Weil beim vorliegenden Bauprojekt kantonale und kommunale Strassen betroffen sind, müssen die Rechtsverfahren des kantonalen Tiefbauamts, des Polizeikommandos des Kantons St. Gallen und der Gemeinde koordiniert werden. Das heisst: Die Verfahren werden gleichzeitig gestartet. Ebenso werden die von den Bauvorhaben betroffenen Grundeigentümer mittels persönlichem Schreiben über die Projektpläne informiert. Entlang der Wiler- und St.-Galler-Strasse, zwischen Isnyplatz und Landbergstrasse, gibt es über 100 Grundeigentümer, welche vom Projekt stärker oder weniger spürbar betroffen sind.

Baubeginn frühestens im Jahr 2019

Die Pläne liegen vom 7. Juni bis 6. Juli im Gemeindehaus zur Einsichtnahme auf. Nach der öffentlichen Auflage steht die Behandlung allfälliger Einsprachen an. Sind diese bereinigt, wird der Kanton die Landerwerbsverhandlungen aufnehmen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, können die Bauarbeiten aufgenommen werden. Damit ist laut Gemeinderat frühestens im Jahr 2019 zu rechnen.

Die bereits im Jahr 2013 aufgegleiste Strassensanierung und -gestaltung zielt darauf ab, die Sicherheit der schwachen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, den Knotenpunkt Isnyplatz zu sanieren, die Sichtweiten bei den Einmündungen in die Kantonsstrasse zu verbessern, aber auch die Senkrechtparkierungen zu beseitigen. Weitere Anliegen sind die Verstetigung des Verkehrsflusses, die Reduktion von Lärm und Lichtverschmutzung sowie die Zentrumsaufwertung. (rkf/ahi)