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Marihuana zum Schuldentilgen

Ein Mann musste sich vor dem Kreisgericht Toggenburg verantworten, weil er Hanf angebaut und das Marihuana anschliessend verkauft hatte. Zudem war er verantwortlich für einen Brand in seinem Wohnhaus, bei dem hoher Sachschaden entstand.
Sabine Schmid

REGION. Ein Mann und eine Frau haben während etwa 20 Monaten im unteren Toggenburg eine Hanfplantage betrieben. Ein Drittel der Ernte verwendete der Mann für den Eigenkonsum, ein weiteres wurde verschenkt. Das restliche Marihuana verkaufte er und nahm gegen 10 000 Franken damit ein. Nun mussten sich die beiden vor dem Kreisgericht Toggenburg verantworten. Geldsorgen seien es gewesen, die ihn dazu gebracht hatten, Hanf anzubauen und zu verkaufen, führte der Mann im abgekürzten Verfahren vor Gericht aus.

Finanzielle Lage als Erklärung

Er habe damals zwar nur wenig Schulden gehabt, die finanzielle Lage habe aber nicht gut ausgesehen. Dem Angeschuldigten wurde zudem fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst zur Last gelegt. Der Mann war während des Kochens eingeschlafen und Öl in einer Pfanne geriet in Brand. Es entstand ein Sachschaden von über 183 000 Franken. Das Wohnhaus musste evakuiert werden und einige Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht. Der Angeschuldigte führte aus, dass er während dieser Zeit arbeitslos war und «in ein Loch» gefallen ist. Zur Tatzeit wies er einen Atemalkoholwert von 1,8 Promille auf. Während der Untersuchung und des Gerichtsverfahrens war der Mann kooperativ und geständig.

Bedingter Vollzug

Die Staatsanwältin trug bei der Strafzumessung dem Umstand Rechnung, dass die Hanfplantage nicht sehr professionell gepflegt wurde. Sie habe nicht so viel Ertrag abgeworfen und es seien mehrere Ernten buchstäblich ins Wasser gefallen, sagte sie. Sie beantragte, den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten zu verurteilen. Ein bedingter Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren sei in diesem Fall möglich. Zudem müsse der Angeschuldigte eine Ersatzforderung von 5000 Franken an den Staat leisten. Und es fällt Schadensersatz in der Höhe von 183 000 Franken an. Der Verteidiger schloss sich dem Vorschlag an und das Gericht bestätigte ihn. Das Verfahren gegen die Frau wurde separat verhandelt.

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