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Manchmal kommt der Schlaf zu kurz: Wie Handball-Talent Helena Stojkovic aus Uzwil Schule und Sport unter einen Hut bringt

Helena Stojkovic aus Uzwil wurde diesen Sommer an der Elitesportschule in Kreuzlingen aufgenommen.
Leonie Herde
Diese Saison trainiert Helena Stojkovic noch mit dem HC Uzwil-Gossau. (Bild: PD)

Diese Saison trainiert Helena Stojkovic noch mit dem HC Uzwil-Gossau. (Bild: PD)

Die ersten Wochen an der Sportschule brachten für Helena Stojkovic viel Neues mit sich. Im Vergleich zur Primarschule in Uzwil hat die 12-jährige nun viel mehr Sportlektionen und genug Zeit für ihr Handballtraining.

«Ich trainiere fünfmal die Woche», sagt Helena stolz. Drei Abende mit ihrem Verein HC Uzwil-Gossau, mit dem sie auch an Wettkämpfen teilnimmt, und zweimal findet in der Schule ein Handballtraining statt. Dazu kommen noch allgemeine Sportlektionen, um etwa Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit zu trainieren. Auch mit dem Talentkader hat sie regelmässige Trainings, um sich für die Regionalauswahlen vorzubereiten. Neben dem vollen Sportprogramm auch die Schule noch zu meistern, sei nicht immer einfach. Oft kommt dabei der Schlaf etwas zu kurz.

Eine Herausforderung ist für Helena auch der lange Schulweg. Täglich pendelt sie zwischen Uzwil und Kreuzlingen. Das Zugfahren nach einem langen Schultag sei anstrengend, doch die Zeit nutze sie, um Hausaufgaben zu erledigen.

Crowdfunding bei «I believe in you» gestartet

Seit knapp vier Jahren spielt Helena schon Handball. Im Juni dieses Jahres wurde sie von Swiss Olympics als Talent gesichtet und für die Piste-Prüfung eingeladen, ein Programm für die Nachwuchsförderung verschiedener Sportarten. Die Prüfung hat sie bestanden und wurde dadurch ins Talentkader aufgenommen. Gleichzeitig erhielt sie eine Swiss Olympics Talent Card. Diese ebnete ihr den Weg in die Nationale Elitesportschule in Kreuzlingen.

Dank der Talentkarte übernimmt die Gemeinde Uzwil das Schulgeld. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte Helena die Oberstufe in Uzwil besucht, denn alleine hätten ihre Eltern die Schule nicht finanzieren können. Denn über das Schulgeld hinaus fallen auch Trainingslager und Reisekosten an.

Gut eingelebt in der neuen Schule

Auf Empfehlung der Sportschule in Kreuzlingen hat Helena nun auf der Plattform «I believe in you» ein Crowdfunding gestartet und ist auf der Suche nach Unterstützern. Sie hofft, ihr Ziel von 7300 Franken in den noch verbleibenden 30 Tagen zu erreichen. Nach der Abgabe von zwölf Prozent des Gewinns an die Plattform würden die Einnahmen aus der Aktion die Hälfte der Kosten decken, die die Eltern bis jetzt noch selbst tragen müssen.

Crowdfunding für Sportler

«I believe in you» ist eine Crowdfunding-Plattform für Schweizer Sportler. Nachwuchstalente sowie Top-Athleten können über diese Plattform Geld für ihre Sportprojekte sammeln. Auf www.ibelieveinyou.ch kann man Helena Stojkovic mit einem selbst gewählten Geldbetrag unterstützen. Belastet wird man nur, wenn das Projektziel am Ende erreicht wird. (pd/lee)

Mittlerweile hat sich Helena an der neuen Schule gut eingelebt:

«Wir sind nur wenige Schüler und es ist als wären wir eine grosse Familie.»

Da der Sport für jeden Schüler einen hohen Stellenwert hat und alle auch neben der Schule fleissig trainieren, sehen sie sich mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert. An einer normalen Oberstufe hätte sie sich nicht gleich verstanden gefühlt, glaubt Helena.

Der Alltag an einer Sportschule

Die Lektionen an der Nationalen Elitesportschule Thurgau (NET) finden altersübergreifend statt, um die Schülerinnen und Schüler möglichst individuell zu fördern. So erhalten beispielsweise Kinder mit einer Matheschwäche spezielle Unterstützung und gleichzeitig werden auch ihre Stärken gefördert.

Mit ihrem persönlichen Lerncoach hat Helena ihren eigenen Stundenplan zusammengestellt. Darin finden sich Fächer wie Mathematik, Englisch oder Deutsch und natürlich viel Sport und Handballtraining. Nach Musik oder Hauswirtschaft sucht man jedoch vergeblich. Von ihren neuen Kolleginnen und Kollegen übt beinahe jeder eine andere Sportart aus. Vertreten sind beispielsweise Golf, Rudern oder Tennis. «Ich bin die einzige Handballerin in meiner Altersstufe», sagt Helena. Das Handballtraining absolviert sie deshalb mit der Damenmannschaft aus Kreuzlingen.

Nächste Saison zum SC Brühl

Mit der Talentkarte hat Helena auch die Möglichkeit, ihr Hobby professionell auszuüben. Darum wechselt sie nächste Saison zum LC Brühl nach St.Gallen. Bereits macht sie sich über ihre Zukunft Gedanken.

«Mein grösster Wunsch ist es, in der Schweizer Nationalmannschaft spielen zu können.»

Auch beruflich möchte sie beim Sport bleiben und Sportlehrerin werden.

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