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MAGDENAU: Kein Bier auf Hawaii, aber Koffer in Berlin

Wenn eine Kofferband die Koffer packt und ein Frauenchor das Fernweh plagt, dann liefert dies Stoff für ein Bühnenprogramm, das Reiselust und Feriengefühle weckt. Die Kulisse dafür bot der Rössli-Saal.
Andrea Häusler
Welcher Kofferinhalt macht jung und welcher besonders glücklich? Mit Sketches setzte der FraueXang Flawil-Degersheim nebst den gesanglichen auch amüsante Akzente. (Bilder: Andrea Häusler)

Welcher Kofferinhalt macht jung und welcher besonders glücklich? Mit Sketches setzte der FraueXang Flawil-Degersheim nebst den gesanglichen auch amüsante Akzente. (Bilder: Andrea Häusler)

Etwas ist schief gelaufen, im Vorfeld des Konzertnachmittags. Im hinteren Teil des Saals des Klosterhofs-Rössli sitzt das Publikum dicht gedrängt. «Einige Reservationen sind untergegangen», gesteht FraueXang-Präsidentin Ursula Steingruber und ergänzt: «Dabei habe ich mir so viel Mühe gegeben.» Das Publikum nimmts mit Humor, arrangiert sich mit dem bescheidenen Platzangebot zwischen Stuhl und Tisch: Gut 150 Personen teilen sich am frühen Abend den Jugendstilsaal.

Räumlich beschränken muss sich auch die Kofferband aus Flawil, die sich zwischen Bühne und Publikum geschoben hat. Übersehen werden sie gleichwohl nicht, überhört schon gar nicht. Kaum sind die ersten Töne angeklungen, überträgt sich der Rhythmus auf die Zuhörer. Der alte Parkettboden beginnt zu vibrieren: «Stand By Me» - die Melodie klingt vertraut. «S hät kei Wii» - trällert Laura Strasser mit kräftiger Stimme ins Mikrofon. Bier gibt’s auch nicht auf Hawaii. Dem Publikum ist’s egal. Es lässt sich mitreissen und inspirieren: von der Musik gleichermassen, wie von den Ländern, die stimmig besungen werden. Derweil werden hinter dem Vorhang Koffer auf die Bühne gerollt. Später geht’s ans Packen – auf amüsante Weise. Ohne Gepäck präsentieren sich die Chorfrauen des FraueXang «Hoch auf dem gelben Wagen»: gesanglich, im Kanon und später einstimmig als «Plappertaschen».

Die «Gofere voll Onderhaltig», welche die vereinigten Frauenchöre von Flawil und Degersneheim, eben der FraueXang», nach Magdenau gebracht hatten, war nicht nur prall, sondern ausgesprochen bunt bepackt. Mit ruhigem, aber auch fröhlichem Chorgesang, der mit fetzigen, sinnig und spassig getexteten Popsongs und amüsanten Sketches wechselte. Und da war ja noch der rote Koffer, der schliesslich in Berlin ankommt: als einer von vielen. FraueXang und Kofferband sind sich jedenfalls abschliessend einig: «Wir haben uns’re Koffer in Berlin».

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

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