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Männer sind Schweine

Donald Trump hat mit seinen sexistischen Aussagen ein riesiges Echo ausgelöst. Aus allen Ecken der Welt meldeten sich empörte Frauen. Der Hype war so gross, dass fast vergessen ging, dass in dieser Zeit in Haiti Hunderte von Menschen ihr Leben lassen mussten und Tausende ihr Hab und Gut verloren.
Urs Nobel
Urs Nobel Sportredaktor (Bild: Urs Bucher)

Urs Nobel Sportredaktor (Bild: Urs Bucher)

Donald Trump hat mit seinen sexistischen Aussagen ein riesiges Echo ausgelöst. Aus allen Ecken der Welt meldeten sich empörte Frauen. Der Hype war so gross, dass fast vergessen ging, dass in dieser Zeit in Haiti Hunderte von Menschen ihr Leben lassen mussten und Tausende ihr Hab und Gut verloren. «Man hat mir in meinen Jugendjahren an die Brüste gefasst, ich wurde vergewaltigt», meldeten sich plötzlich Geschädigte aus der ganzen Welt und verlangten, dass sofort etwas geschehen müsse. Die Frauen müssten unbedingt besser geschützt werden, notfalls mit neuen Gesetzen. Eine Vergewaltigung ist grundsätzlich nie zu entschuldigen. Zu oft sind Frauen nach derartigen Vorfällen traumatisiert und wagen sich kaum mehr unter Menschen.

Doch wer ist schuld am Sexismus? Die Männer natürlich. Manchmal muss man sich wirklich schämen, Mann zu sein. Extreme Frauenorganisationen sind sogar der Ansicht, dass ein Kompliment an eine Mitarbeiterin sexistisch sei. Und wer seine Augen nicht unter Kontrolle bringt, wenn ein weibliches Vis-à-vis eine Bluse mit einem gar tiefen Ausschnitt trägt oder mit einem kurzen Rock elegant ein Bein über das andere schwingt, dem sollten ernste Konsequenzen drohen.

Es ist unbestritten, Geschädigte sollten Gehör finden und zu ihrem Recht kommen. Doch ist es zu bequem, sich immer dann bemerkbar zu machen, wenn einen Negativmeldungen dazu zwingen. Es darf nie der Anschein erweckt werden, dass alle Frauen vergewaltigt werden und dass alle Männer sexbesessene Monster sind. Viele Männer und Frauen leben schon Jahre in funktionierenden Partnerschaften, achten und schätzen sich gegenseitig. Das sollte nicht vergessen werden, auch wenn ein ungehobelter Amerikaner sich mit populistischen Aussagen in den Mittelpunkt stellen will.

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