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Lucas Keel übernimmt ein Jahr früher und sichert die Nachfolge bei Regio Wil

Der Rücktritt des Münchwiler Gemeindepräsidenten hat Auswirkungen auf die Regio Wil: Sie braucht vorzeitig einen neuen Präsidenten.
Hans Suter
«Die Kontinuität ist wichtig»: Lucas Keel ist bereit, die Regio Wil fünf statt vier Jahre zu präsidieren. (Bild: Ralph Ribi)

«Die Kontinuität ist wichtig»: Lucas Keel ist bereit, die Regio Wil fünf statt vier Jahre zu präsidieren. (Bild: Ralph Ribi)

Es war eine faustdicke Überraschung: Der Münchwiler Gemeindepräsident Guido Grütter gab am 1.Oktober bekannt, per Ende Mai 2020 zurückzutreten. Das hat zur Folge, dass damit auch die Regio Wil ab 1. Juni 2020 ohne Präsident dasteht. Die Statuten der Regio Wil sehen nämlich vor, dass das Präsidium abwechslungsweise bei einem Thurgauer beziehungsweise St.Galler Gemeindepräsidenten liegt. Und, dass sich der Turnus nach der St.Galler Legislaturperiode richtet.

Guido Grütter tritt per Ende Mai 2020 als Gemeindepräsident von Münchwilen und damit auch als Präsident der Regio Wil zurück. (Bild: Hans Suter)

Guido Grütter tritt per Ende Mai 2020 als Gemeindepräsident von Münchwilen und damit auch als Präsident der Regio Wil zurück. (Bild: Hans Suter)

Das bedeutet: Der amtierende Präsident Guido Grütter tritt ein Jahr früher zurück als vorgesehen und wirft damit die standardisierte Planung etwas über den Haufen. Daraus ergibt sich die Frage: Wer übernimmt das Präsidium, bis der als neuer Präsident vorgesehene Vizepräsident Lucas Keel 2021 gemäss Fahrplan übernimmt? Die Antwort lautet: Lucas Keel.

Wahl erfolgt bereits am 21. November

«Der Uzwiler Gemeindepräsident hat sich bereit erklärt, ein Jahr früher zu übernehmen und wird der Regio Wil somit während fünf Jahren als Präsident vorstehen», sagt Regio-Wil-Geschäftsführerin Anne Rombach. Der Vorstand habe beschlossen, an der Delegiertenversammlung am 21. November über diesen Wahlvorschlag abstimmen zu lassen. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich dieser Lösung niemand in den Weg stellt und Lucas Keel der 22 Gemeinden umfassenden Regio Wil ab 1. Juni 2020 als Präsident vorsteht. Wer neuer Vizepräsident wird, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass es ein Thurgauer Gemeindepräsident sein wird. Gute Karten dürften Hans Mäder (Eschlikon) und Matthias Küng (Aadorf) haben.

Ein halber Tag pro Woche

Bleibt die Frage, wie viel Zeit das Regio-Wil-Präsidium in Anspruch nimmt. «Im Durchschnitt ein halber Arbeitstag pro Woche dürfte das sein», sagt der zurücktretende Präsident Guido Grütter. «Natürlich kumuliert sich das vor Vorstandssitzungen Wil West, Sitzungen der Lenkungsausschüsse Wil West und Agglomerationsprogramm.» Auch Vorträge, Besuche von Veranstaltungen bei Regionsgemeinden und vor allem das Lesen und Kommentieren von Dokumenten beanspruche Zeit. Laut Guido Grütter können sich der Vorstand auf eine Geschäftsstelle verlassen, die mit «hervorragendem Personal besetzt und auf die Verlass ist».

So sei es nicht erforderlich, sich als Präsident in operative Detailarbeit zu vertiefen, da alles umfassend vorbereitet werde, was es zu entscheiden gebe. Rechnungen prüfen und signieren, Zahlungen freigeben und kurze Absprachen zwischen Präsident und Geschäftsleiterin könne es wöchentlich geben, die seien jedoch kurz und dienten dem regelmässigen gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch. Die Erfahrung von Guido Grütter:

«Es ist gut machbar, wenn man im Team stufengerecht zu arbeiten gewohnt ist, priorisieren kann und das persönliche Zeitmanagement beherrscht.»

Er bezeichnet die Arbeit und Zusammenarbeit bei der Regio Wil als beispielhaft. Sie habe bislang weit mehr als die erwarteten Ergebnisse gebracht. «Diese gute Zusammenarbeit an einem Ziel und das gemeinsame Erreichen von konkreten Ergebnissen werde ich vermissen.»

Entlastungen wiegen die neue Belastung auf

Der Uzwiler Gemeindepräsident Lucas Keel ist sich bewusst, was auf ihn zukommt. Deshalb geht er das Amt mit einer gewissen Gelassenheit an. «Ich gehe davon aus, dass das zeitliche Engagement für die Regio Wil durch die Übernahme des Präsidiums nicht grösser sein wird als es heute schon ist.» Als Präsident der Fachgruppe Mobilität und Mitglied der Fachgruppe Siedlung, Landschaft und Umwelt habe er zum Teil intensive Zeiten gehabt. Diese Aufgaben werde er abgeben, um sich auf das Präsidium zu konzentrieren.

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