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Lokal für Caritas-Markt gefunden

Die Caritas ermöglicht armutsbetroffenen Menschen verschiedene Produkte für den täglichen Bedarf vergünstigt einzukaufen. Im nächsten Frühling soll ein Caritas-Markt an der Bronschhoferstrasse 16a in Wil eröffnet werden können.
Silvan Meile

WIL. Über 20 Caritas-Märkte gibt es in der Schweiz. Menschen mit einem minimalen Einkommen können sich dort Lebensmittel und Produkte für den täglichen Bedarf beziehen. Das Sortiment umfasst Frischprodukte bis hin zu Hygieneartikel. Zu den rund 300 Artikeln gehören Salate, Früchte, Brot, Windeln, Milch sowie Körperpflegeprodukte und vieles mehr.

Ein Caritas-Ausweis berechtigt zum Einkauf, welcher im Vergleich zu den «normalen» Läden bis zu einem Drittel günstiger ausfällt. Mit breiter Unterstützung von Lions Club, den beiden Landeskirchen und der Stadt Wil plant Caritas nun in der Äbtestadt ihren 23. Markt zu eröffnen.

60 Kunden täglich erwartet

«Zehn Prozent der Bevölkerung in der Region Wil leben nahe an der Armutsgrenze oder darunter», sagt Suzanne Naef, Leiterin der Sozialen Dienste der Stadt Wil. 3500 Erwachsene und Kinder seien das konkret, wie eine Umfrage aus dem Jahr 2010 verdeutliche. Von der Notwendigkeit eines Caritas-Ladens sind deshalb alle Beteiligten überzeugt. «In der Anfangsphase rechnen wir in Wil mit etwa 60 Kunden täglich», sagt Fredy Bihler, Leiter der Caritas-Regionalstelle St. Gallen und Projektleiter der Wiler Filiale. Der erwartete Umsatz belaufe sich auf jährlich 250 000 Franken. Doppelt so gross sei er in der Stadt St. Gallen, wo seit dem Jahr 1994 ein Caritas-Markt betrieben wird.

Faktoren für Standort

Edgar Hofer, Mitglied des Lions Clubs und alt Stadtrat, erklärt, dass während eines halben Jahres nach einem geeigneten Standort für einen Caritas-Laden in Wil gesucht wurde. Rund zwei Dutzend Lokalitäten seien dabei geprüft worden, bis an der Bronschhoferstrasse 16a, neben dem Strasseninspektorat, eine geeignete Liegenschaft gefunden wurde. Faktoren wie Zentrumsnähe, Eigenschaften der Räume und nicht zuletzt der Mietpreis spielten eine Rolle. «Ausserdem sollte der künftige Ladeneingang nicht zu exponiert sein», erklärt Hofer weiter. Denn es bestehe eine gewisse Hemmschwelle bei den Leuten, den Laden zu betreten. Im Frühling 2012 sollen die Türen für armutsbetroffene Menschen geöffnet werden können. Doch bis dahin stehen Arbeiten und die Beschaffung von Inventar an. Und dafür wird noch Geld benötigt.

Wunschzettel des Lions Clubs

Bevor die ersten Kunden im Wiler Caritas-Markt auf rund 100 Quadratmetern Verkaufsfläche einkaufen können, muss das Lokal zu einem Verkaufsgeschäft umgebaut und eingerichtet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 120 000 Franken. «Eine stolze Summe», sagt Erwin Scherrer vom Lions Club Wil. Sein Club initiierte den Markt und hilft nun bei der Geldbeschaffung für den Umbau. Dafür ist ein «Wunschzettel» erstellt worden, mit welchem Bauarbeiten und Bargeld für Inventar in der Bevölkerung gesammelt werden. So ist bis jetzt von den 120 000 Franken 50 000 Franken gesichert. In den Monaten Januar und Februar, wenn alles benötigte Geld gesammelt ist, soll der Umbau erfolgen.

An den Betriebskosten beteiligen sich mit einer Anschubfinanzierung nicht nur die evangelische und katholische Kirchgemeinden in Wil, die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons und das Bistum St. Gallen, sondern auch die Politische Gemeinde Wil und ihre umliegenden Gemeinden. Dadurch könne der Betrieb des Ladens in den ersten fünf Jahren gesichert und ein allfälliges Defizit gedeckt werden, erklärt Scherrer.

Offen sechs Tage in der Woche

Für den Betrieb des sechs Tage in der Woche geöffneten Ladens sind in den beiden Pfarrblättern Freiwillige gesucht worden. Rund 30 Personen haben sich gemeldet. Sie werden den künftigen Filialleiter unterstützen. Einen ersten Einblick in ihr Engagement gab es für sie bei einem Besuch des Caritas-Marktes in St. Gallen.

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