Lob und Dank dem «Bienenvolk»

Was haben Ehrenamtliche mit Bienen zu tun? Beide tragen dazu bei, dass ein Staat – oder eine Stadt – funktionieren kann. So zumindest brachte es Stadtpräsident Bruno Gähwiler in seiner Dankesrede an alle Freiwilligen auf den Punkt. Diese waren am Mittwochabend in die Tonhalle eingeladen.

Ursula Ammann
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Das Akkordeon Orchester liess die Gäste zur Filmmusik von «Doktor Schiwago» schwelgen. (Bild: unknown)

Das Akkordeon Orchester liess die Gäste zur Filmmusik von «Doktor Schiwago» schwelgen. (Bild: unknown)

«Ich will sie keinesfalls mit Insekten gleichsetzen – aber das, was Sie Tag für Tag an ehrenamtlicher Arbeit leisten, lässt sich sehr gut mit dem Wirken von Bienen vergleichen», betonte Stadtpräsident Bruno Gähwiler in seiner Begrüssungsrede vor Hunderten von Freiwilligen, die der Einladung zum Dankesanlass der Stadt gefolgt waren.

Einen wesentlichen Unterschied gebe es aber dennoch, fuhr Gähwiler fort. Bienen seien genetisch darauf programmiert, ihre Aufgaben im Bienenstaat zu erfüllen, während Freiwillige sich aus freiem Willen für andere Menschen und für gesellschaftliche Anliegen einsetzen würden. Sei es in der Politik, in der Kirche, in der Alterspflege, in der Jugendarbeit oder in Vereinen.

«We are the Champions»

In der Stadt Wil existieren 250 Vereine. Und im vereinigten Wil wird es sogar deren 310 geben. Als Sinnbild für die Vereinslandschaft des vereinigten Wil präsentierte sich sodann das Bühnenprogramm an jenem Abend. Für musikalische Freuden sorgte das Akkordeon-Orchester Wil mit «Moonlight Shadow» oder mit der Filmmusik zu «Doktor Schiwago». Auch kamen die Gäste in den Genuss eines Panflötensolos, bevor sie dann zum Schluss aufgefordert wurden, begleitend zu den Akkordeonklängen «We are the Champions» zu singen. Hierbei zeigten sich die Freiwilligen aber höchst bescheiden und überliessen dem Akkordeon-Orchester die Führung.

Die Theatergruppe Theabro aus Bronschhofen präsentierte auf der Bühne eine Alltagssituation, in der sich wohl die meisten – vor allem die Frauen – wiedererkannten. Nämlich im Dilemma, das richtige anzuziehen.

Von anonymen Ostschweizern

Nicht als Wiler, aber immerhin als Ostschweizer trat Renato Kaiser auf die Bühne. Der Slam-Poet aus Goldach erzählte mit messerscharfem St. Gallerdialekt die Geschichte der «Anonymen Ostschweizer», die sich in Bern treffen, um ihren Frust über die Diskriminierungen, die sie aufgrund ihres Dialekts immer wieder erfahren, freien Lauf zu lassen. Der Auftritt von Renato Kaiser brachte die Menge so zum Lachen, dass der anschliessende Apéro im Theatercafé für all die trockenen Kehlen eine grosse Wohltat war.

Um sich bei «Trudi» für ihr eitles Benehmen zu rächen, zeigt sich «Willi» von seiner komplizierten Seite. Das Theabro in Aktion. (Bilder: uam.)

Um sich bei «Trudi» für ihr eitles Benehmen zu rächen, zeigt sich «Willi» von seiner komplizierten Seite. Das Theabro in Aktion. (Bilder: uam.)

Slam-Poet Renato Kaiser flogen die Herzen und die Lachmuskeln zu. (Bild: unknown)

Slam-Poet Renato Kaiser flogen die Herzen und die Lachmuskeln zu. (Bild: unknown)

Auch das gemütliche Beisammensein im Theatercafé gehörte zum Freiwilligenanlass. (Bild: unknown)

Auch das gemütliche Beisammensein im Theatercafé gehörte zum Freiwilligenanlass. (Bild: unknown)

Die Freiwilligenarbeit lasse sich gut mit dem Wirken von Bienen vergleichen, sagte Bruno Gähwiler. (Bild: unknown)

Die Freiwilligenarbeit lasse sich gut mit dem Wirken von Bienen vergleichen, sagte Bruno Gähwiler. (Bild: unknown)