Lob für Museumsgründer

Die Frauen der FDP Regionalpartei Wil-Untertoggenburg besuchten das Rock-Pop-Museum und machten sich Gedanken zu Kunst und Politik.

Merken
Drucken
Teilen
Die FDP-Frauen Imelda Stadler und Brigitte Gubler mit dem Initianten und Gründer des Rock-Pop-Museums Tschiibi Grossenbacher. (Bild: pd)

Die FDP-Frauen Imelda Stadler und Brigitte Gubler mit dem Initianten und Gründer des Rock-Pop-Museums Tschiibi Grossenbacher. (Bild: pd)

NIEDERBÜREN. Nach dem anschaulich und lebendig präsentieren Rundgang durch die Ausstellung äusserte die Gastreferentin Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin von Lütisburg und Kantonsrätin, einige Gedanken zu Kunst und Politik. Dabei lobte sie das perfekte Zusammenspiel des Museum-Gründer-Ehepaares Uschi und Tschiibi Grossenbacher. Sie verglich die beiden mit einem harmonischen Duett, welches gemeinsam ein Ziel verfolgt. Im Gegensatz dazu stünden Kunst und Politik eher als Duell gegeneinander. «Es ist wichtig, dass der Staat künstlerische Arbeit unterstützt, aber dies ist keine Bedingung dafür, dass künstlerische Qualität entsteht», sagte Imelda Stadler. Sie wies damit auf die Kulturförderung des Kantons St. Gallen hin, welche im Zusammenspiel zwischen Kultur und Politik zwar einen wichtigen Platz einnimmt, aber eben auch ihren Preis fordert.

Prioritäten setzen

Dieser wird vor allem mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds gedeckt. Kultur sei kein statistischer oder ökonomischer Wert, sondern im Grunde ein Konsumgut, dessen wichtigste Existenzberechtigung die kritische Auseinandersetzung zwischen Mensch und Welt sei. Musiker Stress, Schriftsteller Franz Hohler und Videokünstlerin Pipilotti Rist seien Schweizer Künstler, die sich politisch äussern und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen. «Wenn sie Kulturminister wären, würden sie als erstes den rechtlichen Status der Künstler verbessern», sagte Stadler. Die Politik dagegen müsse sich den unzähligen Anfragen für Unterstützung künstlerischer Projekte stellen und innerhalb des Budgets Prioritäten setzen.

Beispiel für Innovation

Das Rock-Pop-Museum ist ein Beispiel für Innovation, Kunst und Unternehmertum, welches seinesgleichen sucht. Mit Fachwissen, Begeisterung und Herzblut konnten nicht nur zahlreiche freiwillige Helfer und Sponsoren aus der Privatwirtschaft, sondern auch die Unterstützung der Kulturförderung und somit das politische «Duell» gewonnen werden. (pd)