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Trotz langer Unterzahl: Der FC Wil klettert dank einem 3:1-Sieg in Yverdon auf den Leaderthron der Challenge League

Eine ganz starke erste Hälfte und Nehmerqualitäten nach der Pause führen den FC Wil zum 3:1-Auswärtssieg beim vormaligen Leader Yverdon-Sport. Nun grüssen die Äbtestädter für mindestens zwei Wochen von ganz oben.

Simon Dudle, Yverdon
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Mit einem frühen Treffer von Genis Montolio legte der FC Wil die Basis für den Sprung an die Tabellenspitze.

Mit einem frühen Treffer von Genis Montolio legte der FC Wil die Basis für den Sprung an die Tabellenspitze.

Bild: Pascal Muller, Freshfocus

Der Liveticker des Spiels Yverdon-Sport FC - FC Wil:

Während sich die Wiler bei ihren knapp 20 mitgereisten Fans bedanken, machen wir Schluss. Herzlichen Dank für das Interesse an diesem Liveticker. Ein schönes Wochenende. Und bis bald. Ciao aus dem schönen Yverdon.

Weiter geht es für die Wiler morgen in einer Woche (Samstag, 20. August, 18.00 Uhr) mit dem Spiel der ersten Cuprunde auswärts gegen den FC Littau (bei Luzern) aus der 2. Liga regional. Da müsste der dritte Auswärtssieg in Folge dazukommen. Auch von jenem Spiel berichten wir mit einem Liveticker.

Was für eine Willensleistung der Wiler. Die drei Tore der ersten Halbzeit sind Basis genug, um das Spitzenspiel zu gewinnen. In der zweiten Hälfte müssen sie dann zwar so richtig leiden und Yverdon powert durchgehend. Aber mit vereinten Kräften und dank Unterstützung der Latte bringen es die Wiler das Ding über die Zeit. Dritter Sieg in Folge. Vier von fünf Partien haben sie gewonnen. Und in fünf Partien erst drei Gegentore zugelassen. Top-Wert der Liga. Was will man mehr? Und das schöne daran: Die Wiler werden nun mindestens zwei Wochen lang Leader sein. Denn der Meisterschaftsbetrieb ruht nun so lange, da der Cup ansteht.

Der FC Wil gewinnt das Spitzenspiel auswärts gegen Yverdon-Sport mit 3:1.

Wil wechselt nochmals: Saho kommt für Ndau.

Jetzt auch Gelb-Rote für Yverdon: Den eingewechselten Berdayes trifft es wegen eines Fouls an Muntwiler. Noch Zehn gegen Zehn für die letzten Sekunden. Yverdon-Trainer Schällibuam sieht auch noch Gelb wegen Reklamierens.

Noch etwa drei Yverdon-Wellen dürften es sei bis zum Schlusspfiff. Aber die Wiler putzen das alles weg. Und Keller pflückt den Ball runter. Noch zweieinhalb Minuten.

Mindestens vier Minuten werden nachgespielt. Noch vier Minuten bis zur Leaderposition. Jetzt traue ich es mir zu schreiben.

Ndau liegt am eigenen Strafraum am Boden - und nimmt somit etwas Zeit von der Uhr. Es geht, wenig überraschend, weiter für ihn.

Aber Yverdon steckt nicht auf. Wenn auch ziemlich verzweifelt mittlerweile.

Noch drei Minuten plus Nachspielzeit. Es wird übersichtlicher auf dem Zählrahmen.

Gibt das hier den ersten Wiler Auswärtssieg im Municipal seit dem Jahr 2010? Zu sagen ist allerdings, dass es diese Partie zwischen 2010 und 2021 nicht gegeben hat, da Yverdon unterklassig war.

Aber es ist so: Die Wiler haben sich besser auf Yverdon eingestellt.

Langsam kommt etwas Verzweiflung auf bei den Gastgebern. Die brauchen jetzt zügig ein Tor. Dann haben wir hier das Hitchcock-Finale.

Da gibt es mal Entlastung für die Wiler. Aber Muci steht im Offside. Die nächste Yverdon-Welle rollt an. Noch zehn Minuten.

Muntwiler muss gepflegt werden. Aber es geht weiter bei ihm. Und es bringt ein paar Sekunden.

Wow, jetzt haben die Wiler viel, viel, viel Glück. Und einen ganz starken Keller im Tor. Und dann hilft die Latte auch noch. Berdayes war es gleich zweimal. Keller wehrt zuerst ab, und lenkt dann den Rebound ans Gehäuse. Und zum Drüberstreuen sieht Berdayes auch noch Gelb wegen einer Unsportlichkeit.

Die Wiler kriegen es ein bisschen besser geregelt in den letzten Minuten. Aber der Yverdon-Druck ist weiterhin da.

Wil wechselt: Muci kommt für den starken Lukembila. Eine Viertelstunde noch. Plus Nachspielzeit.

Sie leiden grad so richtig, die Wiler. Zum Glück ist die Matchuhr in ihrem Rücken. Sonst würden sie wohl alle paar Sekunden da drauf schauen.

Yverdon schiesst aus allen Rohren. Dieses Mal Silva aud der Distanz daneben. Gegessen ist die Sache noch längst nicht. 

Aber die Uhr tickt für die Wiler. Es sind ja immer noch zwei Tore Vorsprung. Wie sieht es mit den Kraftreserven bei den Äbtestädtern aus? Der Power-Auftritt vor der Pause dürfte die Akkus geleert haben.

Gelb für Le Pogam von Yverdon für eine Unsportlichkeit.

Wie hat es früher in der Schule geheissen: 1-Törli. Und zwar aufs Wiler Tor. So mutet das grad an.

Die Ostschweizer müssten jetzt irgendwie Ruhe reinkriegen ins Spiel. Einfacher gesagt als getan. Dafür ist Yverdon momentan zu kraftvoll. Alle Wiler am eigenen Strafraum. So gibt es natürlich keine Entlastung. 

Yverdon powert und powert. Die machen das, was Wil vor der Pause getan hat. Meistens bringen die Wiler noch ein Bein dazwischen. Aber das ist richtig eng.

Yverdon wechselt: Beleck kommt für Hajrovic. Das wird noch offensiver bei den Gastgebern. Da dürfen sich die 1100 Zuschauer auf ein packendes letztes Viertel des Spiels freuen.

Es brennt lichterloh im Wiler Strafraum. Distanzschuss von Kabacalman ganz knapp daneben.

Gelb für Ndau, der da mit Silva zusammengerasselt ist. Vierte Gelbe für den Wiler in dieser Saison. Ndau fehlt im nächsten Meisterschaftsspiel gegen Thun in zwei Wochen. Wie natürlich auch Heule, der ja längst unter der Dusche ist.

Yverdon schnürt die Wiler nun richtig gehend hinten ein. Ein ganz anderes Spiel als vor der Pause.

Da jubeln sie schon wieder. Und wieder wegen Koné per Kopf. Nach einem Corner aber ganz knapp links daneben. Ui, das wird noch eine ganz lange halbe Stunde.

Doppelwechsel beim FC Wil: Silvio geht raus, für ihm komm Cueni. Und Reichmuth hat auch Feierabend und wird durch Maier ersetzt.

Aber die Wiler sind ja auch noch da. Lukembila zieht von links in den Yverdon-Strafraum. Wird aber noch geblockt. Der Corner bringt dann nichts ein. Cornerverhältnis: 4:0 für die Wiler. Das sagt auch einiges.

TOOOOOR für Yverdon-Sport durch Koné zum 1:3. Da haben wir es verschrien. Flanke Le Pogams von rechts. Und da hat Koné knapp vor dem Tor erstaunlich viel Platz. Er tritt - natürlich. Siebter Saisontreffer für den Ivorer. Der FC Wil als virtueller Leader hat als Ganzes neun Treffer erzielt. Auch das ist Wahnsinn, was dieser Koné macht. Erster Wiler Gegentreffer nach nach 274 Minuten.

Jede Minute, die es 3:0 für die Gäste steht, ist eine gewonnene für sie. Irgendwann dürfte der neu gewonnene Elan der Gastgeber erlahmen. Aber eben nur, wenn es 3:0 bleibt.

Da haben die Wiler Glück. Viel Glück. Rodrigues hat auf halbrechts viel Platz und spielt zur Mitte. Dort rutscht Koné um Schuhbreite am Ball vorbei. Uff.

Sauthier zirkelt den Ball ins Nirgendwo.

Freistoss für Yverdon an der Strafraumgrenze Wils. Aber von ganz rechts.

Yverdon kommt frech aus der Kabine. Berdayes mit einem Kopfball. Aber Keller ist da.

Drei Wechsel hat es in der Pause gegeben: Bei Wil kommt Wallner für Bahloul. Bei Yverdon ist Vishi für Hautier erschienen und Rodrigues hat Beyer ersetzt.

Der Ball rollt wieder. Koné mit dem Anstoss für Yverdon.

Die Mannschaften kehren zurück. Yverdon deutlich früher als der FC Wil. Könnte ziemlich laut geworden sein in der Kabine. Wenn man das Temperament Schällibaums kennt. Gleich geht es weiter. Ist die Sache schon durch oder gibt es noch eine spektakuläre Wende?

Eine ganz starke erste Halbzeit der Wiler. Sie kaufen dem Leader im Spitzenkampf so was von den Schneid ab, sind ziemlich effizient (drei von vier Schüssen aus Tor waren drin), spielerisch eine Klasse besser und somit absolut verdient in Führung. Es war die wohl beste Halbzeit das Jahres. Mit einem Dämpfer kurz vor dem Pausenpfiff wegen der Gelb-Roten Karte gegen Heule, der soweit wie viele andere stark gespielt hat. Nun wird Iacopetta wechseln müssen. Wallner läuft sich schon mal ernsthaft warm. Wir jetzt spannend, wie es die Wiler angehen werden. Viel machen müssen sie eigentlich nicht. Hinten sicher stehen und wenn möglich offensive Nadelstiche setzen. Aber Yverdon wird Lunte riechen. Hält die Wiler Festung? Seit 265 Minuten, also seit bald drei Spielen, sind sie ohne Gegentor.

Der FC Wil führt bei Spielhälfte gegen Yverdon-Sport mit 3:0. Drei zu Null.

Jetzt fehlt den Wilern ein Verteidiger. Le Pogam flankt von rechts zu Beyer, der knapp rechts daneben köpfelt. Plötzlich wird die Pause herbeigesehnt im Wiler Lager.

Mindestens zwei Minuten werden nachspielt in der ersten Halbzeit.

Platzverweis gegen Heule vom FC Wil. Zweite Verwarnung für ein Foul in der neutralen Zone an Kabacalman. Und zuvor war ja diese umstrittene Schwalbe. Also die zweite Gelbe war klar. Prädikat unnötig.

Die Wiler sind der Herr im Haus. Klar und deutlich. Bei Bahloul geht es übrigens weiter.

Da geht Hajrovic mit offener Sohle gegen Bahloul rein. Für Gianforte kein Foul.

TOOOOOOR für den FC Wil durch Bahloul zum 0:3. Ich glaub, mein Schwein pfeift. Der Waadtländer Lukembila spielt zur Mitte auf Bahloul, der die Murmel verstaut. Dritter Saisontreffer von Baholul, der erste nicht auf Penalty. Von wegen, 2:0 in die Pause bringen.

Die ersten Zuschauer auf der Tribüne verwerfen bereits frustriert die Hände, weil da wenig kommt von ihrem Team. So ist's recht.

Das nächste Teilziel wird nun sein, diese Zweitore-Führung in die Pause zu bringen. Zehn Minuten noch bis dahin.

Da ist die erste Yverdon-Topchance: Natürlich Koné. Nach einer weiten, hohen Flanke von rechts kommt er mit dem Kopf ran. Aber knapp links daneben.

Yverdon kommt aber etwas besser auf. Wirkliche Chancen gab es für die Gastgeber bisher noch nicht. Die Wiler stehen, wie schon in Schaffhausen, hinten stark. Seit über 250 Minuten sind sie jetzt schon ohne Gegentor.

Dann geht Heule nach einem starken Rush im Strafraum zu Boden. Und der Pfiff kommt. Aber Gelb für Heule wegen Schwalbe. Uh, ganz schwierig zu beurteilen, ob da eine Berührung da war. Auch die eine Kamera, welche Livebilder aufzeichnet, kann nicht wirklich weiterhelfen.

Gefahr geht anders.

Heisser Freistoss jetzt für Yverdon. Vom rechten 16er-Eck aus.

Weiter geht's. Yverdon muss wechseln: Fargues ist verletzt raus und wird durch Berdayes ersetzt.

Die können diese Power unmöglich durchziehen, die Wiler. Diese kurze Trinkpause haben sie sich aber definitiv verdient. Schiedsrichter Gianforte nutzt die Pause zu einer Unterredung mit Yverdon-Trainer Schällibaum. Dessen Temperament ist bekannt.

Beinahe das 0:3. Muntwiler profitiert vom nächsten Yverdon-Fehler. Gerade noch sind die Waadtländer da. Aber Freunde: Das sieht richtig gut aus, was die Wiler da machen. Sie provozieren die Fehler bei Yverdon. Ganz, ganz stark mal so weit.

Yverdon ist so richtig gefordert. Die müssen jetzt beweisen, dass sie ein Spitzenteam sind. Und Wil ist ja seit mittlerweile ziemlich genau vier Stunden ohne Gegentor.

TOOOOOOR für den FC Wil durch Silvio zum 0:2. Was ist denn hier los? Hat irgendwer was von Auswärtsschwäche gesagt? Zuckerpass von Bahloul in die Schnittstelle der Waadtländer Abwehr. Silvio dann Mutterseelen allein vor Martin. Und der Wiler lässt sich nicht zweimal Bitten. Mit einem leichten Chip überlupft er Martin. Zweiter Saisontreffer von Silvio. Noch fehlen ihm vier Tore zum Challenge-League-Allzeit-Rekord. Der wird von Igor Tadic gehalten mit total 108 Treffern. Silvio hat jetzt 104.

Die Führung geht in Ordnung. Die Wiler sind deutlich besser gestartet als Yverdon und drückten auf den Führungstreffer. Die Gäste wollen gleich nachlegen. Lukembila zaubert einen Seitfallzieher raus. Aber harmlos.

TOOOOOOR für den FC Wil durch Montolio zum 0:1. Der zweite Wiler Corner bringt den Führungstreffer. Wieder segelt der Ball von links rein. Dort kommt Montolio mit dem Kopf ran. Zwar ist Goalie Martin noch irgendwie an der Kugel dran, aber nicht mehr entscheidend. Drin das Ding. Zweiter Saisontreffer des Wiler Innenverteidsigers. Die Äbtestädter grüssen vom virtuellen Leaderthron.

Was macht denn Hajrovic da? Beim Abstoss nach dem Freistoss bekommt er den Ball von Goalie Martin. Völlig unbedrängt spielt er auf den Torwart zurück, erwischt dieser aber eiskalt. Beinahe ein Eigentor der spektakuläreren Art. Martin grätscht den Ball aber grad noch vor der Linie weg.

Ndau und Silvio stehen bereit. Ausnahmsweise macht es Silvio. Aber einen halben Meter drüber.

Das könnte schon mal heiss werden: Silva foult Baholul 18 Meter vor dem eigenen Tor. Gute Freistoss-Chance für Wil.

Beide Teams schicken sich an, den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Nur weiter so.

Mit vereinten Kräften bekommen sie das geklärt, die Waadtländer.

Der erste Vorstoss gehört den Wilern. Über links kommen sie. Kann zwar noch geklärt werden. Aber gleich der erste Corner.

Der Ball rollt. Wils Silvio stösst an.

Da sind sie, die beiden bisher besten Mannschaften dieser noch jungen Challenge-League-Saison. Der FC Wil in Anthrazit, Yverdon ganz in Weiss. Gleich geht es los. Viel Spass mit dem Spitzenkampf Yverdon-Sport gegen den FC Wil.

Der Rasen wurde grad noch gewässert, Hitze-Sommer hin oder her. Bleibt zu hoffen, dass dies die einzige umstrittene Entscheidung bleibt heute Abend.

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Nico Gianforte aus Aadorf.

Yverdon-Trainer Marco Schällibaum schickt in einem 4-2-3-1-System folgende Startelf ins Rennen. Im Tor steht Martin. Die Abwehr bilden von rechts nach links Sauthier, Malula, Hajrovic und Captain Lo Pogam, Im defensiven Mittelfeld sind Kabacalman (rechts) und Silva. Etwas weiter vorne agieren Beyer, Fargues und Hautier. Einziger Stürmer ist Koné. Das ist eine Änderung im Vergleich mit dem 3:2-Erfolg vor Wochenfrist im See-Derby bei Xamax. Damals begann Zock, der nun verletzt ist.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Brunello Iacopetta lässt einmal mehr in einem 4-3-3-System mit einem 6er laufen. Im Tor steht auch heute Keller. Die Abwehr bilden von rechts nach links Dickenmann, Montolio, Beka und Heule. Im Mittelfeld sind von rechts her gesehen Reichmuth, Captain Muntwiler (etwas defensiver) und Ndau. Das Sturm-Trio bilden von rechts nach links Bahloul, Silvio und Lukembila. Das ist exakt die gleiche Aufstellung wie am vergangenen Freitag beim 1:0-Auswärtssieg in Schaffhausen, der ja der erst Away-Erfolg nach über acht Monaten war. Es gibt ja auch keinen Grund, um was zu ändern. Zu sagen ist noch, dass der seit Saisonbeginn verletzte Staubli heute mal auf der Bank sitzt und womöglich zu seinem ersten Einsatz im Wil-Dress kommen wird.

Auch die Wiler machen in dieser frühen Phase der Saison vieles richtig. Beeindruckend ist vor allem die defensive Stabilität, welche mit variablen taktischen Auftritten gefunden wurde. Waren die Äbtestädter in der vergangenen Saison eine Schiessbude und verloren die letzten drei Auswärtsspiele alle mit je fünf Gegentoren, so sieht es nun völlig anders aus. Seit 220 Minuten - also seit über dreieinhalb Stunden - sind sie ohne Gegentor. In drei der vier Spielen dieser Saison wurde kein Gegentreffer kassiert. Eine solide Defensive wird auch heute nötig sein, um Yverdon fordern zu können.

Noch deutet vom äusseren Rahmen her wenig auf ein Spitzenspiel hin. Die Wiler beim Warmlaufen an diesem warmen Abend.

Noch deutet vom äusseren Rahmen her wenig auf ein Spitzenspiel hin. Die Wiler beim Warmlaufen an diesem warmen Abend.

Bild: Simon Dudle

Dass Yverdon nach vier Runden Leader ist, kommt überraschend - und auch nicht. Überraschend, weil das Budget hinsichtlich dieser Saison deutlich reduziert wurde. Nicht überraschend, weil der Kern der Mannschaft zusammengehaltne wurde. Trainer ist nun Marco Schällibaum, der auf Uli Forte folgte und bisher drei Siege, ein Remis und null Niederlagen auf dem Konto hat. Und hätten die Waadtländer in Vaduz in der Schlussphase nicht noch eine Zweitore-Führung verspielt, wäre ihre Bilanz gar makellos. Dies auch dank Stürmer Koro Koné. Der Ex-Servettien hat in den letzten drei Partien je einen Doppelpack geschnürt. So steht er nach vier Runden bei sechs Toren, einem Lattenkopfball und einem verschossenen Penalty. Auf ihn gilt es aufzupassen.

Das Spiel Yverdon-Sport gegen den FC Wil hätten vor Saisonstart viele als wegweisenden Partie bezeichnet, wenn es darum geht, die Abstiegs-Barrage zu umgehen. Es treffen der Achte und der Neunte der vergangenen Saison aufeinander. Nun handelt es sich aber um die Top-Affiche der Runde. Yverdon gegen Wil als Spitzenspiel. Tönt komisch, ist aber so. Herzlich willkommen aus dem Stade Municipal in Yverdon nur wenige Meter vom Neuenburgersee entfernt zu Runde Nummer 5 dieser Challenge-League-Saison. Leader Yverdon empfängt den Tabellen-Zweiten FC Wil. Simon Dudle tickert durch den Fussballabend.