Lieder sind die besten Freunde

Ein musikalisch breitgefächertes Potpourri und witzig vorgetragene Sketches haben am Unterhaltungsabend des Männerchors Oberbüren für Stimmung gesorgt. Daniel Fürer und Kosmas Brühwiler sorgten für humoristische Einlagen.

Christine Gregorin
Merken
Drucken
Teilen

OBERBÜREN. «Die Bewertung war sehr streng, darum haben wir uns besonders über die Höchstnote gefreut», konstatierte Präsident Hubert Frick in seiner Begrüssung. Tatsächlich hat am kantonalen Gesangfest in Rebstein-Marbach im vergangenen Mai nur gerade ein Dutzend der insgesamt an die achtzig teilnehmenden Männerchöre das Prädikat «Vorzüglich» mit auf den Heimweg nehmen dürfen. Mit «Lieder sind die besten Freunde» von Ralph Siegel und «Rheinischer Fuhrmann» von Paul Zoll intonierten die Sänger am Samstagabend gleich zwei der drei Wettbewerbsvorträge. Einzig Herbert Grönemeyers «Männer» blieb den knapp 300 Anwesenden in der Mehrzweckhalle des Oberstufenzenturms Thurzelg vorenthalten.

Konzertanter Männergesang

Im ersten Teil brillierten die fast dreissig Sänger unter der Leitung ihrer aus St. Petersburg stammenden, neuen Dirigentin Natalia Staroverova überdies mit «Lützows wilde Jagd» von Carl Maria von Weber, «Rheinglaube» von Hermann Sonnet, «Schenket ein!» von Wilhelm Baumgartner, «Klage» von Friedrich Glück, «Chiquita Rosa» von Pasquale Thibaut und dem «Chianti-Lied» von Gerhard Winkler. Zusätzlich unterstützt durch die ebenfalls russische Pianistin Elena Kuzmuk liessen die Männerchörler ihrem Können freien Lauf. Die ausgewählten Lieder brachten deren breites Spektrum sowie gesangliches Potenzial denn auch voll zur Geltung.

Schweizer Kulturgut

Eine gänzlich andere Stilrichtung war im Anschluss daran für die beiden nachfolgenden Gesangsblocks gewählt worden. Mit «Sitzed Sie, hocked Sie, nämed Sie Platz», «Oh läck Du mir am Tschööpli», «Dä Heiri isch en Held (Pantoffelheld)», «Dörf's es Bitzeli meh sii?», «Ganz dä Bappe» und «Jetzt mues de Buuch weg» liess das legendäre Trio Eugster grüssen. Ein Unterhaltungsabend des Männerchors Oberbüren ohne die humoristischen Einlagen von Dani Fürer und Kosmas Brühwiler scheint undenkbar. Und dergestalt umrahmten die beiden die urchigen Vorträge denn auch mit entsprechend gestalteten Sketches.

Ein Fest fürs Herz

Der abschliessende Abschnitt lud Besucherinnen und Besucher – ebenso wie der vorhergehende auch – zum Mitsingen und -klatschen und -schunkeln ein. Unterstützt durch Monika Brühwiler am Akkordeon, Franziska Ackermann am Schwyzerörgeli, Madlen Hungerbühler am Klavier, Christoph Kappeler am Bass und Roman Taiani am Schlagzeug, sorgte Schweizer Liedergut für Volksfeststimmung. Und das zum Schluss gesungene «Alls was bruuchsch uf dr Wält isch Liebi» hätte gleichwohl in «Alls was bruuchsch uf dr Wält sind Lieder» umgewandelt werden können. Einmal mehr ist es dem Männerchor Oberbüren gelungen, ein veritables Fest fürs ganze Dorf auf die Beine zu stellen, das wohl erst in den frühen Morgenstunden ein Ende gefunden hat.