Leuenbergers letzter Auftritt

Kurt Leuenberger tritt nach 16 Jahren als Rektor des BZ Wil in den Ruhestand. An der Überraschungs-Abschiedsfeier bezeichnete er sein ehemaliges Schulteam als Familie, umgekehrt wurde er als Sympathieträger betitelt.

Christoph Heer
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Bild: CHRISTOPH HEER

Bild: CHRISTOPH HEER

WIL. 50 Lehrpersonen, Verwaltungsangestellte und Gäste mucksmäuschenstill in der abgedunkelten Aula des Berufsbildungszentrums Wil im Lindenhof. Ausgerüstet mit Tröten wartete die ganze Gesellschaft auf das Erscheinen ihres Rektors, der von alledem nichts wusste. Luzia Leuenberger, der Ehefrau von Kurt Leuenberger, war es gelungen, unter kräftiger Mithilfe weiterer Personen, eine Überraschungsparty auf die Beine zu stellen, die es wahrlich in sich hatte. Doch der Reihe nach.

Vor und zurück

Da wartete man also auf die Ankunft des nichtsahnenden Ehrengasts und freute sich augenscheinlich auf seine Reaktion beim Betreten der Aula. Und die fiel dann prompt überrascht, sehr überrascht aus. Kaum den Kopf in der Aula machte Kurt Leuenberger ob dem Trötenlärm wieder einen Schritt zurück – das Gelächter in der Aula hallte die Wände hoch. Überraschung geglückt.

Nach dem ersten «Schock» traute sich dann Kurt Leuenberger wieder zurück in die festlich geschmückte Aula.

Wie eine grosse Familie

Seine erste Amtshandlung war, mit einem Glas Wein jeden Anwesenden herzlich zu begrüssen. «Diese Überraschung ist Ihnen wirklich gelungen, die gehört nun mit Sicherheit zu meinen absoluten Höhepunkten, welche ich in meinen vergangenen 16 Jahren im BZ Wil erfahren habe. Hier habe ich viel Gutes erlebt und viele Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen. Überhaupt zeichnet sich das BZ Wil dadurch aus, dass wir hier jederzeit ein familiäres Ambiente zu pflegen wussten», sagte der Rektor. Er freue sich nun auf den neuen Lebensabschnitt, in dem es ihm laut Aussage seiner Frau Luzia nicht langweilig werden wird. «Schneeschuh laufen, Skifahren, Wandern und vieles mehr, Langeweile wird ganz bestimmt nicht aufkommen. Was mir aufgefallen ist und mir auch imponiert hat, ist, dass Kurt in der langen Zeit als Rektor des Berufsschulzentrums immer mit Freude zur Arbeit gegangen ist. So habe ich ihn auch immer mit einer grossen inneren Zufriedenheit erlebt», sagte Luzia Leuenberger.

Ein Fan seines Berufs

Der Abend war gespickt mit vielen abwechslungsreichen Darbietungen. Eine Schnitzelbank, Geschenke, Monica Quinter und das Team aus dem Unterhalt mit seinen Auftritten, Anwesende, die das Wort ergriffen und natürlich der Gaumenschmaus von Ruedi Wiesli und seinem Küchenteam liessen die Stunden wie im Fluge vergehen.

Die Schule entwickelt

An Felix Lengwiler (Abteilungsleiter Gewerbliche Berufe) und Urs Thoma (Abteilungsleiter Kaufmännische Berufe) lag es, einen kurzen Rückblick auf das Schaffen Leuenbergers zu halten. «Kurt hat die Dinge mit Begeisterung angepackt und war vielseitig interessiert. <Die Schule entwickeln> war ihm stets wichtig. Sei es als Pädagoge oder Organisator und Schulleiter, er hat immer das grosse Ganze im Auge gehabt, er war ein Fan seines Berufs.»