Leuchtende Rentiere im Garten: Niederuzwiler wird jedes Jahr zum weihnächtlichen Dekorateur

Jeden Advent bevölkert eine bunte, leuchtende Truppe weihnächtlicher
Gestalten und Gegenstände den Garten von Rolf Nobel an der Bienenstrasse.

Tobias Söldi
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Wenn es dunkel wird, schalten die Lichter an. (Bilder: Tobias Söldi)

Wenn es dunkel wird, schalten die Lichter an. (Bilder: Tobias Söldi)

«Am ersten Advent muss es leuchten», sagt der Niederuzwiler Rolf Nobel. Jedes Jahr, seit über 20 Jahren, schmückt er seinen Garten an der Bienenstrasse 84 liebevoll mit Rentieren, Weihnachtsmännern, Krippen, Lichterketten und filigranen Holzhäuschen. «Mir gefällt es einfach, wenn etwas leuchtet», sagt der 73-Jährige. Eine bis zwei Wochen, je nach Wetter, braucht er jeweils, um seine Dekoration aufzustellen. Die grösste Arbeit sei es, die Lichterketten zu verlegen und die Stromkabel zu verpacken. Der Einsatz zahlt sich aus, seine Dekoration weckt Begeisterung. «Sie macht nicht nur mir Freude, sondern auch den Nachbarn», sagt Nobel. Nicht selten blieben Spaziergänger und Kinder stehen, um Fotos von der leuchtenden Pracht zu schiessen.

Die Dekoration weckt aber auch das Interesse von ungebetenen Gästen. «Katzen spielen gerne an den Weihnachtskugeln herum. Ich brauche bald neue», sagt er schmunzelnd. Vom Unwetter ist das leuchtende Werk verschont geblieben. «Da habe ich bis jetzt Glück gehabt.» Nobel sorgt aber vor: Die Krippe ist mit Heringen am Boden festgemacht, das Krippendach mit Plastik geschützt.

Der ehemalige Lastwagenchauffeur aus Rorschach ist begeisterter Bastler. «Ich habe schon immer viel gebastelt. Es liegt mir im Blut.» Mit seinen selbstgemachten Fasnachtsmasken hatte er früher sogar Preise gewonnen.

Wenn die Weihnachtszeit vorbei ist, verschwinden die Dekorationsgegenstände im Keller. «Das braucht viel Platz. Dafür benötige ich sicher die Hälfte des Raumes», sagt Nobel. Verstauben werden sie dort nicht: Nächsten Jahr bringt er seinen Garten wieder zum Leuchten.