Letzte Gelegenheit, die rote Laterne abzugeben

Morgen Samstag bestreitet der EC Wil sein letztes Spiel der 1.-Liga-Meisterschaft in dieser Saison. Zur «Versöhnung» mit seinem Publikum will er den dritten Sieg dieser Spielzeit realisieren und allenfalls in der Tabelle den EHC Uzwil noch überholen.

Urs Nobel
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Um 17.30 Uhr tritt der drittletzte SC Weinfelden beim Tabellenletzten EC Wil im Bergholz an. Für beide Teams ist die Saison nachher beendet. Der SC Weinfelden wurde Anfang Saison von den EC-Wil-Verantwortlichen richtigerweise als jenes Team bezeichnet, mit welchem man sich auf Augenhöhe befindet. «Wir müssen uns nicht auf Dübendorf, Frauenfeld, Bülach oder die Pikes konzentrieren. Die Punkte müssen wir gegen Teams wie Uzwil oder Weinfelden machen», hiess es Anfang Saison aus der sportlichen Vorstandsetage.

Und es sah wirklich danach aus. Am Samstag, 17. September, um 17.20 Uhr war die Welt noch in Ordnung. Der EC Wil spielte gegen Weinfelden und führte nach dem ersten Drittel 3:0. Es sollte noch besser kommen. Tkachenko realisierte seinen zweiten persönlichen Treffer zum 4:0, ehe Weinfelden ein erstes Mal skorte. Das Mitteldrittel endete 3:2 zu Gunsten der Thurgauer, die kaum besser als am Anfang spielten. Doch die Wiler bauten zunehmend ab. Es kam zum ersten Desaster der Saison. Der SC Weinfelden gewann das Schlussdrittel 6:1 und demütigte die Wiler mit einem Resultat von 9:6.

Im Verlauf der Saison musste der EC Wil etliche Male untendurch und verlor einige Spiele haushoch.

So nach und nach fing sich der EC Wil in dieser Saison wieder ­etwas auf. Es setzte zwar weiter Niederlagen ab, die Resultate wurden jedoch knapper. Dies veranlasst die Äbtestädter zur Hoffnung, dass es im letzten Saisonspiel doch noch zu einem weiteren Sieg, dem dritten in dieser Saison, reichen könnte. Ein solcher wäre besonders dann Balsam auf die Wiler Hockeyseele, wenn der EHC Uzwil verlieren sollte und man seinem Lokalrivalen in letzter Minute wieder den letzten Tabellenrang abgeben könnte.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitungl.ch