Leo Hugentobler: Ein Niederuzwiler Unternehmer und Schulpolitiker ist verstorben

Am 14. Juni ist der Heizungstechniker Leo Hugentobler 70-jährig verstorben. An seiner Beerdigung, am 26. Juni, erwies der Sängerbund an der Thur seinem Ehrenmitglied musikalisch und mit dem Fahnengruss die letzte Ehre.

Armin Benz
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Leo Hugentobler (Bild: PD)

Leo Hugentobler (Bild: PD)

Leo Hugentobler erlernte den Beruf des Heizungszeichners und besuchte die Technikerschule in Winterthur. Seine berufliche Laufbahn startete er in Wil, worauf er fast zehn Jahre bei der Firma Baldenweg in Niederuzwil arbeitete. 1973 heiratete er Ursula Mussak, die ihm zwei Töchter und einen Sohn schenkte. Hugentobler baute an der Baumgartenstrasse ein Eigenheim. Besonders gerne sass er mit der Familie oder mit Bekannten in seinem Garten, bei einem kühlen Bier und einer gegrillten Wurst. Viel Freude bereiteten ihm auch der Fischweiher und die Entenvoliere, welche er neben dem Haus eingerichtet hatte.

In seiner Freizeit war er als Tenor lange Jahre ein aktives, geschätztes Mitglied des Sängerbunds an der Thur sowie als Trainer von Junioren-Fussballmannschaften aktiv.

Hugentobler, Mitglied der SP, brachte sein berufliches Know-how auch als Schulrat ein, dem er während fünf Jahren angehörte. In seine Amtszeit und in sein Ressort (Baukommission) fiel unter anderem die Aufstockung der damaligen Realschule Niederuzwil, welche er kompetent und engagiert begleitete. Zudem gehörte er von 1980 bis 1991 der GPK der Gemeinde an.

Bis 1999 führte Hugentobler mit der ELAG AG eine eigene Firma. Später erfolgte die Gründung der Hugentobler Ing. HLK GmbH, in der ab 2009 auch sein Sohn als Teilhaber mitarbeitete. Diese Firma beschäftigte bis zu zwölf Mitarbeiter. Bei diesen wie auch bei seinen Kunden wurde sein ruhiger und ehrlicher Umgang geschätzt. 2018 wurde der Betrieb an die Firma HHM verkauft.

Im Februar 2019 feierte Hugentobler im Kreise seiner Familie den 70. Geburtstag. Der Jubilar hegte einige Zukunftspläne, doch eine schwere Krankheit machte diese zunichte. Nach einigen Tagen im Kantonsspital starb er am 14. Juni an den Folgen einer Lungenentzündung. Man wird ihm leider nicht mehr mit seinem Hund bei einem Bummel in den Thurauen begegnen können.