Lenkend eingreifen

Im Sommer stiess der Gemeinderat für einen Teil des Uzwiler Zentrums eine Planung an. Ihr Ziel: Eine Gesamtplanung über die Grundstückgrenzen hinweg. Nun greift der Gemeinderat zusätzlich zum Instrument der Planungszone. Er will damit die Stossrichtung sichern.

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GEMEINDE UZWIL. Neuer Zonenplan, neues Baureglement: Die Gemeinde Uzwil hat ihre Instrumente erneuert. Sie sind Basis für die bauliche Entwicklung der Gemeinde. Und sie wirken auch aufs Zentrum. Dort sollen Entwicklungen stattfinden. Hin zu mehr städtischer Dichte, zu mehr Nutzung. Gleichzeitig will der Gemeinderat den nachbarlichen Frieden im Quartier wahren. Deshalb führt der Weg darüber, im Dialog eine Gesamtplanung für zentrumsnahe Gebiete zu entwickeln.

Viele zentrumsnahe Gebiete sind in kleine Grundstücke aufgeteilt. Für den Gemeinderat ist klar: Eine gute Zentrumsentwicklung ist nur möglich, wenn der Blick über die einzelnen Grundstückgrenzen hinausgeht.

Gesamtsicht zwingend

Fragen wie Erschliessung, Parkierung und verträgliche Volumen von Neubauten können nicht an der Grundstücksgrenze Halt machen. Verlangen nach einer konkreten, übergeordneten Idee, wie sich die zentrumsnahen Gebiete insgesamt entwickeln sollen. Hier braucht es die Einwirkung der Gemeinde. Sonst findet das nicht statt. Ein Sondernutzungsplan soll Eckpunkte festlegen.

Planung nicht unterlaufen

Im Dialog mit den Grundeigentümern Lösungen zu erarbeiten, braucht Zeit. Während dieser Zeit will der Gemeinderat als Planungsbehörde nicht durch einzelne Bauvorhaben im Plangebiet vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Er hat deshalb für das Areal zwischen der Bahnhof- und Konsumstrasse eine Planungszone erlassen. Sie gilt für drei Jahre und wird spätestens dann durch einen Sondernutzungsplan abgelöst.

Während drei Jahren darf im bezeichneten Gebiet kein Vorhaben umgesetzt werden, welches die generelle Planung unterlaufen könnte. Die schleichenden Veränderungen im Zentrum zeigen, dass Klarheit nötig ist. Und zwar rasch. Die Gesamtplanung hilft und initiiert Prozesse, setzt Bewegungen in Gang. Positiv für den Verlauf ist, dass das kantonale Tiefbauamt die Ingenieurarbeiten für die Strassenraumgestaltung im Zentrum bald vergeben wird. Dann kann parallel am Strassenraum als auch an der angrenzenden Bebauung gearbeitet werden. (gk) ?