LENGGENWIL: Die renovierte «Krone» thront nun königlich

Nach Jahrzehnten wurde das Gasthaus Krone in Lenggenwil einer umfassenden Renovation unterzogen. Rund 1,5 Millionen Franken wurden dafür investiert. Die «Krone», das einzige Restaurant im Dorf, ist nun zu einem Bijou im Zentrum geworden.

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Die Besitzer freuen sich über das Resultat des Umbaus: Hugo Jung, Herbert Meienhofer, Franz Meienhofer, Rolf Högger, Ruedi Mader, Beat Hug (von links). (Bild: Zita Meienhofer)

Die Besitzer freuen sich über das Resultat des Umbaus: Hugo Jung, Herbert Meienhofer, Franz Meienhofer, Rolf Högger, Ruedi Mader, Beat Hug (von links). (Bild: Zita Meienhofer)

Fristet sie vor einigen Monaten noch ein etwas kümmerliches Dasein, thront sie nun stolz in ihrem ­neuen Kleid im Zentrum von Lenggenwil. Die Rede ist von der «Krone», dem einzigen Gasthaus im Dorf. Jenes Gasthaus, das 150 Jahre alt ist. Während dieser Zeit wurde baulich nicht sehr viel verändert, es wechselten allerdings oft die Besitzer. Konstanz brachte die Familie Brägger, die von 1920 bis 1966 das Restaurant betrieb, und Urs Dietiker, der es 1992 erwarb und 20 Jahre mit Beatrice Hoefler führte. Im Dezember 2012 kauften Einheimische das Restaurant, damit dem Dorf die «Krone» erhalten bleibe. Die Küche wurde erneuert und die Bar im Untergeschoss in Betrieb genommen.

Für den «Krone»-Schopf, der dem Bau des Kulturgebäudes (neben dem Gasthaus) weichen musste, planten die Besitzer die Unterkellerung der Terrasse als Ersatz. Dieses Vorhaben brachte den Stein ins Rollen. «Wir wollten eigentlich nicht soviel machen, aber es hat sich dann so ergeben», erklärte Hugo Jung von der Krone Lenggenwil GmbH, der die Bauleitung inne hatte.

Die Terrasse wurde vergrössert, erneuert und unterkellert. Daraus ergaben sich ein Lagerraum, WCs und ein disponibler Raum. Die Bar wurde in der Art und Weise beibehalten. Mit der Veränderung im Untergeschoss wurde nun auch über das Geschoss über dem Restaurant diskutiert. Alles sei immer im Gremium abgesprochen worden, erklärte Hugo Jung, der mit Patrik Jung, Beat Hug, Ruedi Mader, Rolf Högger sowie Franz und Herbert Meienhofer zu den Besitzern der Liegenschaft gehört.

Nun sind im Geschoss über dem Restaurant zwei Zweier- und zwei Einerzimmer mit Nasszellen entstanden. In der obersten Etage wurde eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung erstellt, die zur Vermietung ausgeschrieben ist. Das Gebäude wurde für die Realisation dieses Vorhabens um zwei Meter verbreitert und um zweieinhalb Meter erhöht. Rund 1,5 Millionen Franken betrug das Investitionsvolumen. Jung weist daraufhin, dass dies ohne private Investoren nicht möglich gewesen wäre. Er sagt auch, dass es ein soziales Werk fürs Dorf sei und kein Renditegeschäft. Allerdings freut er sich über den unfallfreien Umbau und die vielen positiven Reaktionen der grossen Anzahl Interessierter, die am Samstag zum Tag der offenen Tür kamen.

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch