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LENGGENWIL: Der bestgelüftete Schulraum

Gute Luft im Schulzimmer, das wollten die Viert- und Sechstklässler von Lenggenwil. Deshalb nahmen sie am Raumluft-Schulwettbewerb teil und gewannen prompt den Kantonspreis.
Zita Meienhofer
Die Viert- und Sechstklässler von Lehrerin Tamara Weber können nun den CO2-Gehalt im Schulzimmer messen, denn sie wurden beim Raumluft-Schulwettbewerb «Luftsprung» Kantonssieger und erhielten als Preis ein Messgerät. (Bild: Zita Meienhofer)

Die Viert- und Sechstklässler von Lehrerin Tamara Weber können nun den CO2-Gehalt im Schulzimmer messen, denn sie wurden beim Raumluft-Schulwettbewerb «Luftsprung» Kantonssieger und erhielten als Preis ein Messgerät. (Bild: Zita Meienhofer)

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch

«Wie lange kann ein Mensch durchschnittlich ohne Luft leben», fragt Harry Tischhauser von «meine Raumluft.ch» die Viert- und Sechstklässler der Primarschule Lenggenwil. «Drei Minuten», antwortet Sven Dilitz, ohne zu zögern. Der Weltrekord im Luftanhalten liegt allerdings bei zehn Minuten. Das schaffte ein geübter Apnoetaucher.

Beim Selbstversuch hielt es Damian Moser mit 55 Sekunden am längsten aus. Mit dem Thema «Luft» beschäftigten sich die beiden Primarschulklassen, die von Tamara Weber unterrichtet werden, während einer Woche intensiv. Sie nahmen, neben weiteren über 500 Schülerinnen und Schüler, am Raumluft-Schulwettbewerb «Luftsprung» teil. Mit dem «Luft-Pass» hatten sie das Lüftungsverhalten zu Hause und in der Schule zu beobachten und zu dokumentieren. Sie mussten feststellen, welche Faktoren auf gute Raumluft wirken, sowie erkennen, warum gute Raumluft wichtig ist und sich mit Ideen für eine gute Raumluft auseinandersetzen. Zudem hatten sie sich kreativ und gestalterisch zu betätigen und ein Bild zum Thema «Raumluft» zu zeichnen.

Genau protokolliert, fantasievoll gezeichnet

Letzte Woche stand fest: Die Lenggenwiler Primarschüler sind Kantonssieger geworden. Dies zwar nicht nur, weil sie ihren Schulraum und auch zu Hause stets gelüftet und ihr Lüftverhalten fein säuberlich dokumentiert hatten, sondern auch, weil der Jury die Zeichnungen aus Lenggenwil gefallen haben – vor allem jene des Sechstklässlers Stefano Grelli. Auf seinem Bild dominiert in der Mitte ein Heissluftballon. Dieser ist umringt von vielen kleinen Sprechblasen, in denen Wörter zu lesen sind, die zum Thema Luft im Zusammenhang stehen. Gestern durften die 19 Mädchen und Knaben ihren Preis in Empfang nehmen. Harry Tischhauser überbrachte den beiden Klassen ein Luftanalysegerät, das Tamara Weber gleich im Schulzimmer installierte. Gross ist darauf der jeweilige CO2-Wert zu sehen. Dieser zeigte 1637, was darauf hinwies, dass der Wert einer normalen, guten Raumluft bereits überschritten wurde. Dieser liegt nämlich bei 1400.

Gelüftete Zimmer – bessere Luft ist spürbar

«Lüften ist ein wichtiges Thema, da gute Luft die Konzentration wesentlich verbessert», erklärt Tamara Weber ihre Motivation, beim Wettbewerb mitzumachen. Zudem, so die Lehrerin, waren bei dieser Aufgabe nicht nur Kreativität, sondern auch das Protokollieren gefragt. Und letztlich haben die Schülerinnen und Schüler erkannt, dass die Luft ebenso wichtig ist wie das Essen und Trinken. Damian Moser sagt rückblickend, dass es sich viel besser angefühlt habe im Schulzimmer, wenn jeweils gelüftet wurde, auch wenn es kalt war. Die Viert- und Sechstklässler bestätigen durchwegs, dass sie die bessere Luft positiv wahrgenommen haben. Stefano Grelli sagt: «Wenn die Luft kühl war, fühlte ich mich viel wohler.»

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