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LENGGENWIL: Bikepark wird wieder Wiesland

Der Dirtpark am Geissberg wurde abgebrochen, das Grundstück wird im nächsten Frühjahr wieder bewirtschaftet. Was vor sechs Jahren initiiert worden ist, hat nun ein Ende. Zu aufwendig ist der Unterhalt.
Zita Meienhofer
Im Frühjahr 2016 wurde der Dirtpark am Fusse des Geissbergs realisiert und eröffnet. (Bild: www. traildevils.ch)

Im Frühjahr 2016 wurde der Dirtpark am Fusse des Geissbergs realisiert und eröffnet. (Bild: www. traildevils.ch)

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch

«Wer einmal die Schwerelosigkeit gespürt hat, den lässt sie nicht mehr los.» Mit diesen Worten beschreibt ein Dirtbiker sein überwältigendes Gefühl mit seinem Bike über die Erdhügel (Dirts) zu springen. Erdhügel, wie sie bis vor etwa vier Wochen am Geissberg in Lenggenwil (Gebiet auf der Grenze der Gemeinden Niederhelfenschwil und Oberbüren) zu sehen waren.

Dort hatten fünf Jugendliche vor sechseinhalb Jahren einen Bikepark erstellt. Zwei Jahre später wurde dieser vom Verein Dirtpark Oberbüren übernommen und zu einem Dirtpark aus- und umgebaut. Es wurden Pisten für Mountainbiker und Mountainboarder realisiert. Denn zum Verein gehörte auch eine Gruppe Mountainboarder um den angefressenen Brettsportler Manfred Siegrist vom Sport- und Freizeitladen Shaka in Gossau. Der Dirtpark am Geissberg galt damals als einzigartig in der Ostschweiz. Die nächste vergleichbare Dirtpark-Piste war im schaffhausischen Schlattingen zu finden. Trotzdem: Nun ist Schluss.

Am Geissberg ist keine Absprungrampe mehr zu sehen, die Erdhügel sind flachgewalzt, den Dirtpark gibt es nicht mehr. Sven Rüegger vom Verein Dirtpark Oberbüren sagt denn auch: «Wir haben den Verein aufgelöst und den Park geschlossen, aus mangelndem Interesse und wegen zu grossem Pflegeaufwand.»

Für Manfred Moser, dem das benutzte Land gehört, ist bereits heute klar: Das Grundstück, auf dem der ehemalige Dirtpark stand, wird im nächsten Frühjahr wieder für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Dementsprechend wird im Frühling angesät. «Verschiedene Leute haben hier probiert, einen Park zu betreiben. Und allen wurde es zu viel. Der Unterhalt einer solchen Sache ist wohl grösser als jeweils im voraus angenommen wird», sagt Moser.

Dirtbiken: Mut, Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit

Dirtbiken ist eine Variante des Radsports, bei der bei Sprüngen über Schanzen verschiedene Tricks (Figuren) eingebaut werden. Es ist eine Randsportart. Die Bikerinnen und Biker haben nicht nur Fahrspass, sondern müssen den sicheren Umgang mit dem Rad trainiert haben. Das Befahren der Parcours erfordert Mut, Kraft, Ausdauer und vor allem Geschicklichkeit. Einmal geht es darum, beim Sprung möglichst lange vom Boden abzuheben. Ein anderes Mal soll ein Track (vorgegebene modellierte Fahrstrecke mit Rundungen, Wellen und hochgezogenen Kanten) in einem Lauf ohne zusätzliches Antreten befahren werden. Die Fahrräder, die Dirtbikes, sind eine Art Mountainbike mit niedrigem Rahmen und Federgabel, 24- bis 26-Zoll-Felgen und wenig Reifenprofil. (zi)

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