Laufen für Dominik Bein

Ein 20köpfiges Läuferteam, gespickt mit Begleitpersonen im Auto und auf Fahrrädern, lief am Wochenende 140 Kilometer zugunsten des Gewaltopfers Dominik Bein. Es konnte ein Cheque von fast 10 000 Franken übergeben werden.

Christoph Heer
Merken
Drucken
Teilen
Grosse Freude bei Dominik Bein und der Laufgruppe Fricktal kurz vor dem Zieleinlauf in Rickenbach. (Bild: che.)

Grosse Freude bei Dominik Bein und der Laufgruppe Fricktal kurz vor dem Zieleinlauf in Rickenbach. (Bild: che.)

RICKENBACH. Da strahlten die Augen von Dominik Bein, als er die Läuferschar in Empfang nehmen konnte. Aus dem aargauischen Eiken trafen die zwanzig Laufsportbegeisterten nach 140 Kilometern in Rickenbach ein. Gut siebeneinhalb Stunden waren sie unterwegs gewesen. Mit dabei war nebst dem Cheque über 9400 Franken ein Sparschwein, um Spontanspenden zusätzlich aufzunehmen.

Brutal zusammengeschlagen

Dominik Bein, heute 24jährig, wurde vor neun Jahren Opfer eines Gewaltdelikts (siehe Kasten). «Seither ist Dominik nicht geistig behindert, sondern hirnverletzt», sagte seine Mutter Rosmarie unlängst auf Anfrage unserer Zeitung. Nachdem ihn Skinheads halbtot geprügelt hatten, durchlief er viele Stationen der Therapien. Auch das Schweizer Fernsehen widmete ihm eine Ausstrahlung in der Sendung Rundschau. Genau da wurde die Laufgruppe Fricktal auf den Rickenbacher aufmerksam.

Für Dominik statt JRZ gespendet

Von der Läuferschar gaben Vroni Brogle und Hansruedi Dinkel, die Initianten der Spendenaktion, nach ihrer Zielankunft Auskunft. «Geplant war eigentlich eine Aktion zugunsten von <Jeder Rappen zählt>. Doch als wir auf Dominik Bein aufmerksam wurden, war für uns schnell klar, dass wir für ihn sammeln.» Die sportliche Gruppe aus dem Aargauischen freute sich, Dominik Bein persönlich kennenzulernen. Handshakes und Umarmungen waren zu sehen, während die Gemeindevertreter Brigitte Räbsamen-Hilfiker und Norbert Rüthemann mit ihren Helfern den Apéro vorbereiteten. «Für uns war schnell klar, dass wir den Apéro sponsern würden. Und auch die Duschmöglichkeit für die Läufer haben wir bereitgestellt. Die Aktion der Aargauer Fraktion ist schlicht sensationell», sagte Brigitte Räbsamen.

Völlig überwältigt

Dominik Bein und seine Mutter Rosmarie waren hell begeistert: «Das ist einfach überwältigend, diese Solidarität uns gegenüber. Auch die sportliche Leistung war enorm, und der grosse Geldbetrag freut uns riesig. Damit können wir eine weitere Therapie finanzieren.» Die Aktion der Laufgruppe Fricktal wird ihresgleichen suchen müssen, ihr Spendenkonto zugunsten von Dominik Bein bleibt bis Ende Jahr aktiv. Ihre Kontonummer ist auf ihrer Homepage www.laufgruppefricktal.ch ersichtlich.