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Langsamverkehr stärken

«Mehr als nur Leuchtwesten und Velohelme», Ausgabe vom 14. November

Im Agglomerationsprogramm der zweiten Generation werden Massnahmen für den Langsamverkehr durch den Bund unterstützt. Die Situation für Fussgänger- und Fahrradfahrer soll verbessert werden. Die Ortsdurchfahrt von Münchwilen ist geprägt von einem uneinheitlichen und unsicheren Verkehrsregime, von Staubildungen im Zentrum und fehlendem Raum für die Fahrradfahrer.

Die Planer hatten die schwierige Aufgabe, unter Berücksichtigung der bestehenden engen Verhältnissen im Dorfkern und der Unverrückbarkeit der Frauenfeld-Wil-Bahn eine Lösung zu suchen, die insbesondere den Langsamverkehr sicherer macht. Denn das Geld des Bundes wird nur für siedlungsorientierte und nicht verkehrsorientierte Projekte gesprochen. Dass diese Aufgabe nicht einfach ist, wird wohl niemand bezweifeln. So mussten viele wünschbare durch realisierbare Massnahmen ersetzt werden. Die Bahn ganz oder zumindest unter den Boden verschwinden zu lassen, bleibt leider zurzeit bei den nicht realisierbaren Wünschen.

Alle Einzelinteressen in einem Projekt zu berücksichtigen, ist unmöglich. Das vorliegende Betriebs- und Gestaltungskonzept vereinigt aber aus meiner Sicht einen grossen Teil der Interessen. Vor allem wird dem Langsamverkehr bei dem immer stärker zunehmenden Verkehrsfluss die notwendige Bedeutung zugemessen. Die Hauptachse soll auf diese Bedürfnisse ausgebaut werden. Der Verkehr wird dadurch nicht reduziert, das wäre eine Illusion. Auch wenn die in der Region geplanten Entlastungsmassnahmen wie Autobahnanschluss Wil-West und Spange Hofen eine gewisse Entlastung bringen werden, wird diese wohl zum grossen Teil wieder durch das Verkehrswachstum neutralisiert. Auf knapp zwei Kilometern soll für die Velofahrer mit je zwei 1,5 Meter breiten Radstreifen sicherer Raum geschaffen werden. Zwei neue Fussgängerübergänge helfen beim Queren der Hauptachse. Im Dorfkern wird auf 200 Metern mit einer Koexistenzzone ein Bereich geschaffen, in dem Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmer genommen werden soll. Mit Tempo 30 und dem entsprechend signalisierten Regime soll ein friedliches Nebeneinander geschaffen werden.

In den vergangenen Jahren wurde für viel Geld die Strasse für den motorisierten Verkehr ausgebaut. Nun ist es an der Zeit, dass dem ebenfalls immer stärker wachsenden Langsamverkehr wieder mehr Bedeutung eingeräumt wird.

Daniel Lüthi, Münchwilen

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