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Landwirt mit Leib und Seele

Die berufliche Laufbahn von Eljas Kempter verlief so, wie sie sich viele wünschen mögen. Der Oberbürer ist seit seiner Kindheit fest davon überzeugt, dass er in der Landwirtschaft auch langfristig gute Chancen hat.
Martin Brunner
Die Milchwirtschaft ist auf dem Betrieb von Eljas Kempter das Hauptstandbein. (Bilder: Martin Brunner)

Die Milchwirtschaft ist auf dem Betrieb von Eljas Kempter das Hauptstandbein. (Bilder: Martin Brunner)


Erst kürzlich erlebte Eljas Kempter einen besonderen Moment: Er gehörte zu den 14 Absolventen aus den Kantonen St. Gallen und Thurgau, welche dieses Jahr die Meisterprüfung bestanden und ihre Diplome erhalten hatten. Dieses Diplom ist ein wertvolles Dokument und zugleich ein Zeichen, dass er an die Zukunft der Landwirtschaft glaubt.

Eigenständige Einteilung der Arbeit

«Ich bin überzeugt, dass wir Bauern zuversichtlich sein dürfen», sagt Eljas Kempter. «Wichtig ist allerdings, dass wir mit Überzeugung Bauer sein wollen. Es geht nicht ohne grosse Freude an unserem Beruf, so wie ich sie während meiner Ausbildung bei allen Absolventen erlebte», sagt der Jungbauer aus tiefer Überzeugung. Eljas Kempter ist sich also bewusst, dass für den Erfolg einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen. «Bei mir ist es die Freude an der Natur», erzählt er. «Ich freue mich jedes Jahr, wenn ich erleben kann, wie sie sich entwickelt.» Stark spürbar ist bei ihm aber auch seine Freude an den Tieren. Sobald ihn seine Kühe auf der Weide entdecken, kommen sie zu ihm und begrüssen ihn. «Das ist die eher bewegte Seite der Tiere. Am Morgen aber geniesse ich die Ruhe im Stall.»

Die Hochstamm-Obstanlage umfasst 170 Bäume.

Die Hochstamm-Obstanlage umfasst 170 Bäume.

Er schätzt die Selbstständigkeit und die eigenständige Einteilung seiner Arbeit. Die Vielseitigkeit auf seinem Betrieb begeistert ihn. Für den Erfolg nennt er aber auch eine innovative Haltung. Deshalb möchte er immer wieder neue Möglichkeiten entwickeln, zum Beispiel mit dem Verkaufshäuschen für die Direktvermarktung seiner Beeren und Früchte sowie anderer Angebote. Letztere sollen dereinst möglichst breit sein.

Betrieb von den Eltern übernommen

«Hilfreich ist sicher auch die Bildung und Weiterbildung, nicht nur für die fachliche Kompetenz, sondern auch für die Führung der Mitarbeitenden und des Betriebs. Nicht zuletzt ist es unerlässlich, dass wir mit den neuen Technologien vertraut sind und Schritt halten.» Und er ergänzt: «So eine Ausbildung gibt mir auch Sicherheit, falls ich einmal nicht mehr in der Lage sein sollte, meinen Betrieb selber zu führen.»

Seine Ausbildung und seine positive Einstellung kommen ihm seit dem 1. Januar dieses Jahres besonders entgegen. Damals konnte er den Betrieb in Oberbüren von seinen Eltern übernehmen und dies mindestens in vierter Generation. Das bedeutet, dass er heute für die 29 Milchkühe verantwortlich ist. Auf den 16,5 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche pflegt er 25 Aren Kirschen, fünf Aren Zwetschgen, 18 Aren Himbeeren, 170 Mostobst-Hochstammbäume und einige Hochstamm-Zwetschgenbäume. «Damit ist unser Betrieb recht vielseitig ausgerichtet», sagt er. «Er funktioniert aber nur, weil meine Eltern und im Sommer während der Ernte viele Aushilfskräfte fleissig mithelfen, denn vor allem die Spezialkulturen generieren viel Arbeit.»

Schon in seiner Kindheit fokussierte sich Eljas Kempter auf die Landwirtschaft. «Ich war immer auf dem Hof und half meinen Eltern mit Begeisterung und Herzblut», sagt er. «Vom nahen Schulhaus aus beobachtete ich viel lieber, womit meine Eltern gerade beschäftigt waren.» Trotzdem sollte er in der Oberstufe in einem anderen Beruf schnuppern. Das änderte aber nichts an seinem festen Willen, Bauer zu werden. Deshalb absolvierte er die landwirtschaftliche Lehre und arbeitet danach unter anderem auf einem Betrieb in der Verwandtschaft. Im Februar 2015 kehrte er auf den elterlichen Betrieb zurück, absolvierte die Betriebsleiterschule und bestand diesen Sommer die Meisterprüfung.

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