Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Landi zieht nach Bronschhofen

Die über zehnjährige Suche hat ein Ende: Landi verlässt die Liegenschaft beim Wiler Ilge-Kreisel und mietet sich im Gebiet Gebenloo in Bronschhofen ein. Dort gibt es neue Besitzverhältnisse. Der bisherige Standort in Wil soll verkauft werden.
Simon Dudle
Neben den Firmen Cicor (links), der Schreinerei Tobler und der Sonderegger AG (Gebäude rechts) wird sich die Landi im Gebiet Gebenloo niederlassen. (Bilder: Simon Dudle)

Neben den Firmen Cicor (links), der Schreinerei Tobler und der Sonderegger AG (Gebäude rechts) wird sich die Landi im Gebiet Gebenloo niederlassen. (Bilder: Simon Dudle)

«Ich war über zehn Jahre lang auf der Suche nach einem neuen Standort und bin nun endlich fündig geworden.» Das frohlockt Bruno Ackermann, der beim Unternehmen LV St. Gallen für den Geschäftsbereich Landi verantwortlich zeichnet und sich auch um die Wiler Landi-Filiale kümmert. Der Standort an der Churfirstenstrasse ist in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäss. Und dies aus mehreren Gründen: Rund 300 Quadratmeter Verkaufsfläche ist zu wenig für circa 6000 angebotene Artikel. Auch die Anzahl Parkplätze – an einer Hand abzuzählen – genügt nicht. Des Weiteren ist nicht ideal, dass die Lager auf verschiedene Stockwerke verteilt sind.

Die lange Suche nach einem neuen Standort ist vorbei. Landi wird sich im Gebiet Gebenloo in Bronschhofen niederlassen. Also dort, wo sich in den letzten Jahren bereits die Sonderegger AG (Verpackungen für die Luxusbranche), die Schreinerei Tobler und der Elektronikkonzern Cicor angesiedelt haben. Unlängst wurde in unmittelbarer Nähe eine Migros-Filiale eröffnet.

Landi ist der langersehnte Ankermieter

Eigentümerin des Bodens ist also nicht die Landi, sondern LV St. Gallen – wie schon jetzt in Wil. Das Land wurde unlängst von der Entacorp AG mit Sitz in St. Gallen abgekauft. Diese hatte geplant, an jener Stelle das G-Werk – also ein Gewerbehaus – zu errichten. Da sich die Suche nach einem Hauptmieter lange schwierig gestaltete, entschied man sich für einen Verkauf und es ist nun von einem «Glücksfall» die Rede. Vorausgegangen waren Gespräche mit Cicor und der Schreinerei Tobler. Diese erwarben aber selber Land im Gebenloo-Gebiet.

Ob der Name G-Werk bestehen bleibt, ist laut Bruno Ackermann vom neuen Eigentümer LV St. Gallen noch nicht klar. Er sagt aber: «Wir stehen zum vorhandenen Konzept und haben unsere Pläne einem Ausschuss der Stadt Wil präsentiert.» Beibehalten wird die mit der Entwicklerin Senn Development AG erarbeitete und vorgestellte Umsetzung in Etappen. Geplant ist, dass sich die Landi parterre auf einer Fläche von rund 900 Quadratmetern einmietet, ein Bistro dazugehört und später im Obergeschoss andere Firmen dazustossen. Ackermann spricht von «High-Tech-Unternehmen» und zieht Oberbüren als Vergleich heran. Dort ist unten die Landi, während sich oben die Bühler AG eingerichtet hat. Die Suche nach weiteren Mietern im Gebenloo hat allerdings noch nicht begonnen. Vor 2017 wird die Planung nicht konkretisiert. Läuft alles planmässig, zieht Landi im Jahr 2019 am neuen Standort in Bronschhofen ein.

Alter Standort wird verkauft

Tritt dies ein, geht in drei Jahren in Wil eine Landi-Ära zu Ende. Schon seit über 50 Jahren ist das Unternehmen an der Churfirstenstrasse 3 beheimatet. Anfangs wurden im Gebäude in einer Mühle Futtermittelprodukte hergestellt, tonnenweise Kartoffeln gelagert, es wurde Obst sortiert und Zucker gelagert. Da die Stadt immer mehr gewachsen ist, war es für die Bauern nicht mehr sinnvoll, mit den Traktoren ins Zentrum zu fahren. Die Wiler Landi ist längst zu einem Standort für die nicht bäuerliche Bevölkerung geworden.

Was mit dem Boden am jetzigen Standort geschieht, ist noch nicht abschliessend bestimmt. Laut Bruno Ackermann soll er verkauft werden. Er sagt: «Wenn die Stadt Wil Interesse hat, stellen wir ihn zur Verfügung.» Im kommunalen Richtplan der Stadt ist das Gebiet für eine Arealentwicklung vorgesehen. «Jede innerstädtische Fläche, die frei wird und neu genutzt werden kann, hat städtebauliches Potenzial. Dieses ist aber abhängig von vielen Faktoren und es gibt keinen konkreten Zeit- und Vorgehensplan», sagt Stefan Hauser, Kommunikationsverantwortlicher der Stadt Wil.

Auch wegen der zu geringen Anzahl Parkplätze verlässt Landi Wil den Standort mitten in der Stadt.

Auch wegen der zu geringen Anzahl Parkplätze verlässt Landi Wil den Standort mitten in der Stadt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.