Landi zahlt Aktionären wieder eine Dividende

Nachdem die Aktionäre der Landi Oberbüren AG in den beiden Vorjahren wegen Investitionen in den neuen Laden auf eine Gewinnausschüttung verzichten mussten, wird ihnen nun wieder eine Dividende von 2 Prozent entrichtet. An der Generalversammlung wurden alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt.

Philipp Stutz
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Thomas Wallner wurde in den Verwaltungsrat gewählt und von dessen Präsident Jürg Labhart (links) willkommen geheissen.

Thomas Wallner wurde in den Verwaltungsrat gewählt und von dessen Präsident Jürg Labhart (links) willkommen geheissen.

OBERBÜREN. Die Landi Oberbüren AG tritt seit zwei Jahren als Mieterin im neuen Gebäude an der Sandackerstrasse auf. Dieser Standort hat sich laut Jürg Labhart, Präsident des Verwaltungsrates, bewährt. Im Bereich Laden konnte der Umsatz im vergangenen Jahr um 170 000 Franken auf 3,5 Millionen Franken gesteigert werden, was einer Zunahme von 5,9 Prozent entspricht. «Dies zeigt, dass in dieser Betriebssparte die Zukunft liegt», sagte Labhart an der Generalversammlung im Restaurant Sonnenhof, an der 57 Aktionäre teilnahmen. Im Agrobereich konnte der Umsatz um 250 000 auf 2,2 Millionen Franken ausgebaut werden, wie Geschäftsführer Matthias Frey ergänzte.

Weniger Brennstoff verkauft

Einzig im Brenn- und Treibstoffbereich musste ein rückläufiger Umsatz registriert werden. Dieser verringerte sich um 200 000 auf 1,77 Millionen Franken. Der Rückgang ist laut Matthias Frey auf den Brennstoffbereich zurückzuführen. Der Gesamtumsatz erreichte 7,492 Millionen Franken – leicht unter den budgetierten Zahlen. Der Start ins Betriebsjahr 2015 ist laut dem Geschäftsführer gut verlaufen.

Das Budgetieren falle nicht leicht, gestand Jürg Labhart und verwies auf den Ölpreis, der grossen Schwankungen unterworfen ist.

Margen unter Druck

«Im Laden sind Schlechtwetterperioden umsatzmässig umgehend zu spüren», fügte Labhart in seinem Jahresbericht hinzu. Das Preisniveau sei noch immer tief. Wegen der grossen Konkurrenz seien auch die Margen nicht allzu hoch. «Deshalb ist es erforderlich, umsatzmässig zuzulegen, um den nötigen Deckungsbeitrag erwirtschaften zu können.» Das Sortiment werde ständig angepasst und optimiert. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das Berichtsjahr war von hoher Fluktuation gekennzeichnet – hätten sich mit Engagement den Herausforderungen gestellt.

Stockwerkeigentum erwerben

Die Landi ist im neuen Gebäude an der Sandackerstrasse eingemietet. Die Liegenschaft gehört dem Landverband St. Gallen. Ein Votant vermisste «einen Weitblick in die Zukunft». Er forderte, die Lokalitäten in Stockwerkeigentum zu erwerben. Werde doch der Betriebsgewinn zurzeit von der Miete «aufgefressen». Der Votant regte an, die alte Liegenschaft mit dem ehemaligen Laden und Restaurant Sonnenhof zu veräussern und das Stockwerkeigentum mit dem Verkaufserlös zu finanzieren. Allenfalls sei auch das Aktienkapital aufzustocken.

Ertrag reinvestieren

Peter Bruhin vom Landverband St. Gallen sagte, das Mietmodell sei offen kommuniziert worden. Die Miete sei kalkulierbar – das Risiko trage der Eigentümer. Bruhin erinnerte an den Genossenschaftsgedanken. Gelte es doch, die Balance zwischen Mitgliedernutzen und Profitabilität zu finden. Ziel sei es, die erwirtschafteten Mittel wieder zu reinvestieren.

Die Zufahrt zur Landi müsste besser beschriftet werden, lautete eine weitere Forderung. Eine fixe Werbetafel als Wegweiser zu plazieren, sei vom Kanton nicht erlaubt worden, entgegnete Frey.

Seit zwei Jahren ist die Landi mit ihrem Laden im Neubau an der Sandackerstrasse eingemietet. (Bilder: Philipp Stutz)

Seit zwei Jahren ist die Landi mit ihrem Laden im Neubau an der Sandackerstrasse eingemietet. (Bilder: Philipp Stutz)