Landi Zuzwil erweitert Verkaufsfläche und beendet das Parking-Chaos

Die Laveba Genossenschaft baut die Landi in Zuzwil aus und erweitert das Parkplatzangebot um 26 Plätze.

Andrea Häusler
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Die bisherige Vertiefung in der Fassade wird baulich begradigt. Zusammen mit der Erneuerung des Eingangsbereich vergrössert sich die Verkaufsfläche der Zuzwiler Landi mit dem Umbau um rund 100 Quadratmeter.

Die bisherige Vertiefung in der Fassade wird baulich begradigt. Zusammen mit der Erneuerung des Eingangsbereich vergrössert sich die Verkaufsfläche der Zuzwiler Landi mit dem Umbau um rund 100 Quadratmeter.

Bild: Andrea Häusler

Die Landi Zuzwil, ein Betrieb der Landi Thur AG, ist gut frequentiert. «Ein Vorzeigebetrieb», wie Bruno Ackermann, Mitglied der Geschäftsleitung der Laveba Genossenschaft in St.Gallen (früher LV St.Gallen), sagt. «Und dies über alle Kennzahlen hinweg bis hin zur Niederlassungsleitung und dem Personal.» Im Winter 2004 eröffnet,entwickelte sich das lokale Detailhandelsunternehmen mit umfassendem Angebot an landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln kontinuierlich. Der Erfolg hat jedoch auch Schattenseiten: Fällt das perfekte Gartenwetter ausgerechnet auf einen Samstag, ist das Verkehrschaos vor der Parkplatzeinfahrt ab der Henauerstrasse programmiert. Dies soll sich im Hinblick auf das kommende Frühjahr ändern. «Der Landi-Kundschaft stehen nach dem derzeitigen Umbau 26 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung», sagt Ackermann.

Verlegung der Personalparkplätze

Die künftigen Kundenplätze waren bisher und sind noch heute mit Personalfahrzeugen belegt. Letztere sollen nun gemäss dem neuen Konzept westlich der Agrola-Tankstelle parkiert werden. Auf der Wieslandparzelle entstehen in den nächsten Wochen die dafür nötigen Abstellplätze. Eine Parkplatzerweiterung im Umfeld des Ladens wäre zwar wünschenswert, jedoch aufgrund der Zonenzugehörigkeit der angrenzenden Wiese und der Eigentumsverhältnisse nicht möglich gewesen, sagt Bruno Ackermann. Mit den neuen Kundenparkplätzen stehen vor der Landi neu Abstellmöglichkeiten für insgesamt 52 Autos zur Verfügung.

Erweiterung der Fläche um 100 Quadratmeter

Der offene, bisher mit einem Rollgitter gesicherte Bereich beim Eingang wird im Zuge des Konzepts «National 2.0» der Laveba Genossenschaft diebstahlsicher und kundenfreundlich als Warmraum ausgestaltet und in den eigentlichen Ladenbereich integriert. Gleichzeitig wird die Einbuchtung am Baukörper auf der Ostseite begradigt, sodass ein rechteckiger Kubus entsteht.

Gestaltungsplan «Neubau Landi Wil»
in Gloten soll im März aufliegen

Die Landi Niederglatt der Landi Thur AG wurde vergangenes Jahr erweitert, der Standort Zuzwil befindet sich im Umbau und die Filiale in Wil soll nun – trotz bereits bewilligten Bauprojekts in Bronschhofen – nach Gloten verlegt werden. Auf der firmeneigenen Parzelle zwischen der Wiler- und Dreibrunnenstrasse sind nebst einer grossen Landi der Bau einer Tankstelle und eines Shops geplant. «Wir geben Vollgas», sagt Bruno Ackermann, räumt aber ein: «Die Verfahren gestalten sich aufgrund der Lage am Rande, jedoch innerhalb des Planungsgebiets Wil West aufwendig und erwartungsgemäss zeitintensiv.» Nicht zuletzt deshalb, weil zwei Kantone involviert sind und sich die Abläufe faktisch auf dieser Stufe abspielen. «Der Abgleich des ursprünglichen Projekts mit der Planungszone Wil-West stellte vor Herausforderungen.» Bereits im September 2019 jedoch habe man das angepasste Projekt dem Kanton Thurgau vorgelegt und im Januar dieses Jahres sei die Verkehrsplanung abgeschlossen worden. Laut Ackermann stehen die Zeichen gut, dass der Gestaltungsplan im März öffentlich aufgelegt werden kann. Nach der Bereinigung allfälliger Einsprachen und dem definitiven Segen des Kantons stehe schliesslich die Auflage des Bauprojekts an. (ahi)

Aufgrund dieser Anpassungen erhöht sich die Verkaufsfläche um rund 100 Quadratmeter. Der Umbau, mit dem weitere kleinere Anpassungen wie etwa die Umstellung der Beleuchtung auf LED einhergehen, erfolgt bei laufendem Betrieb. Laut Bruno Ackermann investiert die Laveba Genossenschaft rund 1,75 Millionen Franken.

Die Landi Thur AG mit ihren Läden in Zuzwil, Niederglatt und Wil ist eine Tochter der Laveba Genossenschaft. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 17,9 Millionen Franken und wies einen Gewinn von 248500 Franken aus. Die Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.