Landadel und Bauern

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Zuckenriet hat eine lange Geschichte. Der Name wird in einer Urkunde des Stiftsarchivs St. Gallen 782 erstmals erwähnt. Ein gewisser Roadpertus stiftete seinen alemannischen Hof dem Kloster St. Gallen. Über die Vergangenheit des stolz über dem Dorf thronenden Schlosses ist wenig bekannt. Der Ursprung einer ersten Burg geht auf das 11./12. Jahrhundert zurück. Nach dem Appen­zellerkrieg erfolgte 1474 auf den Grundmauern der Aufbau des heutigen Schlosses. Das qualitativ hochstehende allemannische Ständerbauwerk erlebte viele Besitzerwechsel. Verschiedene äbtische Ministerialien aus Adelsgeschlechtern bewohnten es, bis es 1735 in das Eigentum des Klosters überging. Nach dessen Aufhebung erwarb es 1807 ein Niederbürer Bauer. Ab 1835 wohnten drei Zuckenrieter Bauernfamilien darin. Nachdem diese Anfang der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts aussiedelten, lösten sich innert weniger Jahre mehrere neue Besitzer ab. (ei)