Lagerleben

Auf Raubzug auf dem Brünigpass Pfarreilager Oberuzwil auf dem Brünigpass Eine 51-köpfige Kinderschar und eine Gruppe motivierter Leiter verbrachte unter dem Motto «Uf Raubzug» eine ereignisreiche Woche.

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Auf Raubzug auf dem Brünigpass

Pfarreilager Oberuzwil auf dem Brünigpass

Eine 51-köpfige Kinderschar und eine Gruppe motivierter Leiter verbrachte unter dem Motto «Uf Raubzug» eine ereignisreiche Woche. Fleissig versuchte jede Gruppe täglich, ihre Pfala-Taler zu vermehren. Die 51 Räuberlehrlinge wurden jeden Tag in einer Räubertugend ausgebildet.

Derjenige Lehrling, welcher sich jener nicht hingab, wurde von den Oberräubern zum Sträfling gekürt und musste am darauffolgenden Tag mit Sträflingshemd gekleidet auf Raubzug.

Zwergen, Drinks und Schlamm

Obschon die Räuberschar und der anwesende Pfala-Gast, Räuber Hotzenplotz, immer über ihre Teller herfielen und die tolle Räuberkost bis auf den letzten Rest aufassen, blieb man vom Regen nicht verschont.

Trotzdem genossen Räuberlehrlinge und Oberräuber das tolle Programm, das von Tag zu Tag etwas abgeändert werden musste.

Den regenlosen Mittwoch verbrachten die kleineren Räuber auf dem Zwergenweg, während die älteren die Rosenlaui-Schlucht besuchten. Kurz vor Mitternacht wurde die von der Wanderung erschöpfte Räuberbande zu einer Mutprobe geweckt.

Neben Aufgaben wie hässliche Drinks zu schlürfen, barfuss durch Schlamm zu waten, Kerzen durch die dunkle Nacht zu transportieren, ohne dass sie auslöschten, musste man seine Angst bereits auf dem dunklen, spärlich beleuchteten Weg durch die dunkle Nacht mit ihren natürlichen und nicht ganz so natürlichen Geräuschen überwinden. Belohnt wurden die mutigen Räuber mit Ausschlafen am nächsten Tag.

Disco trotz Regenwetter

Fit und munter startete man in die Räubermeisterschaft: Im Seilziehen, Büchsenwerfen, Wettrennen und anderen Disziplinen wurden die Kräfte gemessen. Nach einer fetzigen Disco verbrachte die älteste Gruppe eine Nacht etwas oberhalb des Lagerdörflis im Zelt, während draussen der Regen strömte und die Leiter zu einem Überraschungsüberfall vorbeischauten.

Das traditionelle Nummernspiel fand bei kurzem Regenunterbruch am Freitagnachmittag statt und endete für die meisten Teilnehmern mit einem nassen Hinterteil. Nun waren Packen und letzte Vorbereitungen für das Räuberfest angesagt.

Pfala-Taler als Lösegeld

Das Pfala 2010 war geprägt von überaus merkwürdigen Ereignissen: Nachdem am Mittwochabend eine Leiterin spurlos verschwunden war, einige Stunden darauf ihren Entführern entkam und mit dem vermeintlich richtigen Schlüssel für die geheimnisvolle Truhe zurückkehrte, wurde jene über Nacht geklaut.

Der richtige Schlüssel wurde während des Nummernspiels von einer jungen Räuberin namens Yara gefunden.

Am Freitagmorgen traf ein Erpresserbrief mit Lösegeldforderung für die Truhe ein. Nachdem die Räuberschar ihre gesammelten Pfala-Taler zusammengelegt hatte, begab sich der Küchenchef in der Freitagnacht zur Rosenlaui-Schlucht und löste die lang ersehnte Truhe ein.

Am Räuberfest kam der richtige Schlüssel schliesslich zum Einsatz, und zum Vorschein kamen Räuberurkunden aller Räuberlehrlinge und ein Gute-Nacht-Mümpfeli. Nach einer Dankesfeier, einem Dörfli-Putz und einer fast vierstündigen Reise kamen am Samstagnachmittag 51 frisch ausgebildete Räuber und Räuberinnen gesund und zufrieden, jedoch etwas müde von ihrem abenteuerlichen Raubzug zurück. (kl.)

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