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Kurze Sätze und alles ist gesagt

Der Comedyexpress – das Theaterensemble der Bildungsstätte Sommeri – gastierte am Freitag mit «Das Beste zum Feste» in der Flawiler Spurbar.
Zita Meienhofer
Gestenreich und wortarm agierten die Akteure des Comedyexpress auf der Spurbar-Bühne. (Bild: Zita Meienhofer)

Gestenreich und wortarm agierten die Akteure des Comedyexpress auf der Spurbar-Bühne. (Bild: Zita Meienhofer)

FLAWIL. Seit mehr als zehn Jahren stehen sie auf der Bühne, die Akteure des Theaterensembles der Bildungsstätte Sommeri. Was Peter Wenk, Theaterpädagoge der Bildungsstätte Sommeri einst für die Kleinstkunsttage ins Leben rief, ist heute erfolgreicher denn je. Wenk inszenierte damals mit Bewohnern der Bildungsstätte – Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung – ein Freilichtspiel. Ein Jahr später standen die Akteure wieder auf der Bühne: mit einem neuen Programm und mit Olli Hauenstein, Komiker, Schauspieler und Clown.

Zehn Jahre später

Etliche Auftritte und Jahre später war es am Freitagabend auf der Spurbar-Bühne wieder soweit. Vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal hiess es: «Das Beste zum Feste». Für die Jubiläumsfeier galt es Ballone aufzuhängen, den Abfall wegzuräumen, eine Lampe zu reparieren, der verflixten Kaffeemaschine Herr zu werden, den Mikrophonständer auf die richtige Höhe zu bringen und auf das Fernsehen zu warten. «Ist das Schweizer Fernsehen schon da?», fragte der Fest-Direktor immer wieder. Nicht nur dieses kam nicht – oder sehr spät. Es lief auch sonst nicht alles nach Plan: Die Ballone platzten, bevor sie aufgehängt waren, die Lampe war nicht richtig eingesteckt, die Kaffeemaschine verhext und der Mikrophonständer musste letztlich doch nicht abgesägt werden. Das Fest konnte beginnen, die Redner redeten und das Publikum amüsierte sich.

Spiel lebt von Gesten

Peter Wenk und Olli Hauenstein mischen die Szenen mit Witz, Schlauheit, Humor und Chaotik auf, lassen die Schauspielerinnen und Schauspieler mit kurzen, prägnanten Sätzen sagen, was gesagt werden muss – so wie sie es im Alltag auch tun: «Mach emol», «verstande», «nei heisst nei», «sicher nöd», «fertig lustig». Das reicht, mehr braucht es nicht. Die Geschichten erzählen sie mit ihren Gesten, ihren Bewegungen, ihrem Spiel, ihrem Schalk. Die Stimmung sei heute sehr gut, sagte Wenk in der Pause. Jene im Publikum auch; sie motivierte die Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihren Auftritt auskosteten. Die Lacher im Publikum, den Szenenapplaus genossen sie so sehr, dass sie einmal vergassen, von der Bühne zu gehen – auch mal so sehr, dass sie vergassen, von der Bühne zu gehen.

Schwerer Abschied

Nach rund eineinhalb Stunden waren sie bereit, die Jubiläumsparty konnte starten. Hier endete die Geschichte, sie bekamen ihren Lohn: eine Standing Ovation. Nichts ist schöner als zu sehen, wie sie ihren Applaus aufsogen, sich vor Freude umarmten und wie ungern sie von der Bühne gingen. Auch das Publikum verliess den Saal ungern und hob immer wieder zu neuem Applaus an.

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