Kurios: Nur drei Tage nach Ablauf der Anmeldefrist zieht Oliver Baumgartner seine Kandidatur für das Stadtpräsidium zurück

Der parteilose Oliver Baumgartner tritt nun doch nicht für das Wiler Stadtpräsidium an. Er verzichte zugunsten des CVP-Kandidaten Hans Mäder.

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Oliver Baumgartner will nun doch nicht Stadtpräsident werden.

Oliver Baumgartner will nun doch nicht Stadtpräsident werden.

Bild: PD

Der parteilose Oliver Baumgartner zieht seine Kandidatur überraschend zurück. Auf der offiziellen Liste, welche die Stadt am Mittwoch publizierte, ist Baumgartner noch als Kandidat für das Stadtpräsidium und den Stadtrat geführt. Nun hat er es sich aber anders überlegt.

Die Entscheidung nicht zu kandidieren, habe er nach einem Gespräch mit Hans Mäder, CVP-Kandidat fürs Stadtpräsidium, getroffen. Mäder habe ihn um dieses Treffen gebeten, sagt Baumgartner. Dabei habe sich herausgestellt, dass sie beide fast in allen Belangen dieselben Werte vertreten würden.

«Für mich war immer klar: Meine Kandidatur für das Wiler Stadtpräsidium ist eine Kandidatur für Wil und kein Egotrip.»

Weil eine Analyse im Wahlstab ergeben habe, dass er und Mäder sich gegenseitig Stimmen gekostet hätten, habe er sich entschlossen, zu verzichten.

Entscheid zu verzichten, fiel erst am Mittwoch

Er tue das zum Wohle der Stadt Wil, betont Baumgartner. Denn diese brauche dringend einen Wandel. Hans Mäder sei im Stande, diesen einzuleiten – im Gegensatz zu den anderen Kandidaten. Dario Sulzer (SP) und Daniel Meili (FDP) als bisherige Stadträte traut Baumgartner dies nicht zu.

Er gesteht, dass der Zeitpunkt für seinen Rückzug nur drei Tage nach Ablauf der Meldefrist nicht optimal sei. «Mir ist bewusst, dass das nicht gut aussieht», sagt er. Doch bis zum Gespräch mit Hans Mäder am Mittwoch sei er fester Überzeugung gewesen, zu kandidieren. Die gesamte Wahlkampagne sei bereits geplant gewesen.

Doch es gehe bei dieser Entscheidung nicht um seine Person, sondern um die Zukunft von Wil. Weil Baumgartner seinen Rückzug erst nach Ablauf der Anmeldefrist bekannt gab, bleibt er aber – zumindest formell – weiterhin ein offizieller Kandidat und sein Name wird folglich auch auf dem Wahlzettel zu finden sein.