Kunstwerke aus dem Rheintal

Bis zum 24. Februar ermöglichen die Bilder, Stelen und Skulpturen in der Galerie zur alten Bank einen Einblick in das Kunstschaffen von vier Rheintaler Persönlichkeiten, die sich mit Leidenschaft und Können ihren Hobbies hingeben.

Kathrin Meier-Gross
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NIEDERUZWIL. Karin Frei-Noser, Widnau, Marlene Schäpper, Marbach, Helen Kunz, ebenfalls Marbach, und Jimmy Stuchly, Heerbrugg, heissen die Ausstellenden, die dank Jürg Zollikofer den Weg in die Niederuzwiler Galerie gefunden haben. Ihre Freude war am Freitagabend gross, als die Vernissagegäste sich begeistert über die vielseitige und ausdrucksstarke Ausstellung der Künstler zeigten.

Kräftige Farben

Bei ihren Bildern und Geschichtenstängeln arbeitet Karin Frei-Nose mit der «Ars-Linea-Technik». Mit feinen Linien zeichnet sie Menschen, Tiere und Muster auf Leinwand oder Holzstelen. Einen spannenden Gegensatz dazu bieten ihre Plastiken. Waren ihre Motive früher realistisch, werden die Werke immer reduzierter und schlanker. Sie fühle sich voller Ideen und sei gespannt, was die Zukunft bringe, lautet eine Aussage von Karin Frei. Marlene Schäpper bezeichnet sich als fröhlichen Menschen, der sein Lebensgefühl in der Farbgebung auslebe und experimentiert. Sie wolle offen bleiben und sich nicht spezialisieren. Wenn sie mit Malen beginne, kenne sie das Ziel nicht und lasse sich überraschen. Daraus resultieren farbenkräftige Blumen und Landschaften, fliessende Kontraste und markante Linien.

Mensch im Mittelpunkt

Helen Kunz hat diese Ausstellung dem Thema Mensch gewidmet. Dies zeigt sie einerseits bei den in Acryl-Mischtechnik verfassten namenlosen Bildern, die Raum für Interpretationen lassen und die eine positive Ausstrahlung haben. Andererseits bei den schlanken Pappmaché-Frauen, die ein Gegenstück zu Niki de Saint Phalles üppigen Nanas darstellen. Auch bei Jimmy Stuchly wird die Frau als Motiv bevorzugt. Als Lithograph hat er sich schon während der Berufsjahre mit der Farbenlehre befasst. Nun verfeinert er die Aussagekraft seiner Werke mit Licht-Schatten-Akzenten. Die ausdrucksstarken Gesichter auf seinen expressionistischen und abstrakten Malereien und Holzstelen sollen Geschichten erzählen.

Kunst schafft Ambiance

Wie zuvor schon Gemeinderätin Dora Hadorn griff auch Albin Kühnis in seiner Laudatio die Frage auf, was Kunst bedeute. Der Balgacher und Organisator von «Balgart» sprach von einem Tätigkeitsfeld, in dem Menschen sich aufgrund ihrer Begabung, Fähigkeiten und Fertigkeiten bemühen würden, in einem Werk ihre Gefühle und Gedanken auszudrücken. Dazu brauche es Kreativität, Wahrnehmung und den Willen, sich weiterzuentwickeln. Die Künstler würden über langjährige Erfahrungen verfügen und ihre Begeisterung in ihren Werken zum Ausdruck bringen. Ihr Ziel sei es, die ungezählten Eindrücke aus Natur und Alltag künstlerisch darzustellen. Das Betrachten der geschaffenen Werke wirke motivierend, sowohl auf den Erschaffer wie auch auf den Betrachter. Werke, die unsere Wohnräume und Büros zierten, würden einem Raum Ambiance verleihen. «Lassen Sie sich inspirieren und gedanklich fesseln von den Werken hier», sagte Kühnis zu den Gästen.